Dr.med.Cornelia Waldmann-Selsam Bamberg, den 20.06.06
Karl-May-Str.48
96049 Bamberg
Tel.0951-12300
Fax.0951-2972506
Ärztliche Stellungnahme
Akute Gesundheitsgefährdung für Anwohner der Mobilfunksender
( Mittenwalder Strasse, S-Bahnhof, Schleichersteig ) in Icking
Dringender Verdacht auf schwere Körperverletzung durch
hochfrequente EMF weit unterhalb der Grenzwerte der 26. BImschV
Sofortiges Einschreiten der Behörden geboten
Im Umkreis der Ickinger Mobilfunksender waren in den letzten Jahren bei
vielen Anwohnern Erkrankungen aufgetreten. Die meisten Betroffenen zogen
einen ursächlichen Zusammenhang mit den Sendern nicht in Betracht.
Sie waren krank, aber wussten nicht warum. Im Jahr 2004 erkrankten 4 in
unmittelbarer Nachbarschaft lebende Menschen an Carcinomen (3 unter 40
J.). Im Jahr 2005 erkrankte der im Rathaus stark hochfrequenzexponierte
Bürgermeister (52 J., Sportler, Nichtraucher) an Lungen-Ca (gest.18.4.06),
ein weiterer Anwohner an Prostata-Ca.
In einer Familie waren seit Frühjahr 2001 schwerste Gelenkentzündungen,
Tinnitus, Schuppenflechte, Nahrungsmittelunverträglichkeit und später
Gewichtsabnahme aufgetreten.
Eine Vielzahl von Ärzten wurde aufgesucht. Auch für einen renommierten
Rheumatologen blieb das Krankheitsbild trotz intensiver Diagnostik rätselhaft.
Der Betroffene war teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Nachdem die
Familie von ähnlichen Krankheitsbildern rund um Mobilfunksender andernorts
gehört hatte, zog sie vor 5 Monaten aus dem eigenen Haus aus und
lebt jetzt an einem anderen Ort in einer unbelasteten Wohnung. Die massiven
Gelenkprobleme und die weiteren Symptome sind innerhalb kurzer Zeit verschwunden.
Nach dieser Erfahrung nahm die Betroffene, ehemalige Gemeinderätin,
mit der Ärzteinitiative Bamberger Appell Kontakt auf. Sie bat um
Überprüfung, ob im Umkreis der Sender eine Häufung von
Erkrankungen bestehe
Vom 19.- 22.4.06 und vom 28.-30.4.06 wurden in 33 Haushalten (60 Erwachsene,
35 Kinder) Befragungen und orientierende Summenmessungen der hochfrequenten
EMF (800- 2500 MHz) durchgeführt. Die Messungen erfolgten mit dem
Gerät HF 38B (teilweise ergänzt mit HF 59B) der Firma Gigahertz
Solutions. Sie geben keine Auskunft über die maximal auftretenden
Leistungsflussdichten und über die tatsächliche Feldstärke
von UMTS.
In Icking sind an 3 Standorten Sender in Betrieb:
!) S-Bahnhof: seit ca 15 J. Bahnfunk, seit ? J. Mobilfunk
2) Mittenwalder Str: seit 1997, erweitert 2000, Feb.2006 und April 2006
3) Schleichersteig (hinter Bauhof): seit 2001
Die Entfernungsangaben sind noch unvollständig und teilweise grob
geschätzt. Es ist jeweils nur die Entfernung zum nächstgelegenen
Sender angegeben
1) Familie, Mittenwalder Str.
Entfernung: 183 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 60-110 µW/m²
Kinderzimmer 11J. 1600 µW/m²
Kinderzimmer 8J. 30 µW/m²
Flur 400 µW/m²
Speicher 600 (offenes Fenster 6000) µW/m²
Die 43- jährige Mutter leide seit mehreren Jahren oft unter Gereiztheit,
chronischer Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Taubheitsgefühl
und anfallsweisen Zuständen, bei welchen ihr Kopf komisch und wirr
werde und sie nicht mehr denken könne. Sie sei wie "besoffen".
Vor 5 Jahren hatte sie einen Bandscheibenvorfall; seit 3 Jahren beständen
Schulter-Arm-Beschwerden. Außerdem habe sie Schilddrüsenprobleme
und manchmal Herzrasen, Herzschmerzen und Schwindel. Sie habe viele Ärzte
aufgesucht. Man habe keine Ursache finden können.
April 2004 Mamma-Ca (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie)
Vom 28.10.04 liegt ein ärztliches Attest vor, welches der Eigentümer
des Grundstückes mit den Mobilfunksendern erhalten hat ("Wegen
Tumorerkrankung darf in der Nähe von Frau S. kein Sendemast installiert
werden".) Seit 9 Monaten schlafe sie und ihr Mann im Keller.
Der 41- jährige Vater leide unter Schlafstörungen, Antriebsarmut,
chronischer Erschöpfung, Unruhe, Nervosität, Gereiztheit, Vergesslichkeit
Aggressivität, Wortfindungsstörungen, Lärmempfindlichkeit,
geschwollenen Augen, ziehenden Leistenschmerzen und Bandscheibenproblemen.
Die 11- jährige Tochter litt vor 5 Jahren unter wechselnden Sehstörungen
und Schwindel. Trotz vieler Arztbesuche, einschl. Computertomographie,
konnte die Ursache nicht gefunden werden. Außerdem habe sie häufig
Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen und Juckreiz.
Der 8- jährige Sohn sei immer blass und habe häufig Infekte.
2005 erfolgte stationäre Behandlung wegen Lungenentzündung.
2) Frau, Mittenwalder Str. EG
Entfernung: 175 m
Sicht: ja
DECT :ja
Schlafzimmer 150 µW/m²
Kinderzimmer 70 µW/m²
Küche 7000(mit DECT) µW/m²
Esszimmer 1500(mit DECT) µW/m²
Balkon 100 µW/m²
Mutter von Frau Nr.1, 67 J.
Seit 2000 seien Hautveränderungen (rezidivierende Basaliome ), zunehmende
Gelenk-beschwerden (Schulter, Arme, Knie) und chronische Erschöpfung
aufgetreten. Seit 2004 zunehmende Vergesslichkeit und Müdigkeit.
Seit 2005 häufiges Aufwachen, Wortfindungsstörungen und Gleichgewichtsstörungen.
Die Gartenarbeit gehe viel langsamer und strenge sie sehr an.
Frau 40 J., Schwester von Nr.1, Mittenwalder Str. 1.Stock
Wohnhaft hier bis 2003.
2004 Gebärmutter-Ca
Pfeiffersches Drüsenfieber langwierig.
2004 Nachmieter im 1.Stock:Familie mit 1 Kind, ausgezogen Nov.05
Nov 2005 neue Mieter
3) Familie, Mittenwalder Str.( wohnhaft seit 1999)
Entfernung: ca. 100 m
Sicht: teilweise
DECT: ja
Wohnzimmer 10 µW/m²
Schlafzimmer 100-200 (+ 60 von Bahn) µW/m²
Kinderzimmer 5 (+ 30 von Bahn) µW/m²
Arbeitszimmer 300 µW/m²
Küche 20 µW/m²
Flur 20.000 (mit DECT) µW/m²
Esszimmer 10 µW/m²
Die Frau sei immer müde, wache sehr oft auf, leide unter Kopfschmerzen
und Depressionen.
2001 Geburt
Der 5- jährige Junge sei von Anfang an auf den Zehenspitzen gelaufen
und häufig gestolpert. Er habe häufig Infekte, Mittelohrentzündungen
mit verlegter Nase, Knieschwellungen und Ausschlag an den Händen.
Er war mittlererweile zu Untersuchungen bei Kinderärzten, Neurologen
und Orthopäden. Seit 1 Jahr Ergotherapie.
Der Mann habe oft Kopfschmerzen und sei abends total erschöpft. Beruflich
trage er immer ein Handy bei sich.
4)Familie, Münchner Str.
Entfernung: ca. 40 m
Sicht:ja
DECT: nein
Wohnzimmer 3000 (am Fenster 10 000) µW/m²
Schlafzimmer 100 µW/m²
Kinderzimmer 30-50 µW/m²
Balkon 12 000 µW/m²
Die Mutter wohne seit 2 Jahren hier und sei seit 4 Monaten wegen Mutterschutz
permanent zu Hause. Der Säugling ist 6 Wochen alt.
Sie habe keine Gesundheitsprobleme. Sie gehe oft weg mit dem Baby.
Der Vater habe ebenfalls keine Gesundheitsprobleme.
5) Frau, Kirchenleite
Entfernung zum Sender: 117 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 200 µW/m²
Schlafzimmer 20-500 µW/m²
Kinderzimmer 2 µW/m²
Kinderzimmer 2 µW/m²
Küche 2 µW/m²
Esszimmer 20 µW/m²
Balkon 4000 µW/m²
Garten 1000-4000 µW/m²
Die 82- jährige wirkt geistig und körperlich sehr rüstig.
Schlafprobleme mit häufigem Erwachen und Wasserlassen habe sie schon
seit langer Zeit.
2000 Ohrenentzündung mit anschließender Schwerhörigkeit
2002 Netzhautablösung
2003 leichter Schlaganfall; seitdem Hypertonie bekannt
Dez.2005 Op.Grauer Star re
Ständig tränende Augen, morgens stärker; chronischer Harnwegsinfekt
seit Monaten; manchmal Herzrhythmusstörungen, Nasenbluten, Grübelei
und Gereiztheit.
Bei mehreren Obstbäumen sind innerhalb der letzten 3-4 Jahre Schäden
aufgetreten.
Auf dem gesamten Geäst eines stattlichen Walnussbaum haben sich innerhalb
der letzten 2 Jahre grellgelbe Flechten ausgebreitet. Diesselben gelben
Flechten überziehen auch die Beerensträucher.
Ein mächtiger Baum auf dem Nachbargrundstück (Robinie?) trägt
fast keine Blätter mehr.
6) Zwei Männer, Kirchenleite (Hausbesuch am 30.4.06 um 18 Uhr)
Entfernung: 100 m
Sicht: ja
DECT: zweimal
Schlaf- und Arbeitszimmer 28J. 500-5000 µW/m²
Schlaf- und Arbeitszimmer 26J. 200-400 µW/m²
Klavierzimmer 2 µW/m²
Küche 6 (16 000 mit DECT) µW/m²
Esszimmer 10 µW/m²
Garten 300-3000 µW/m²
Beide Bewohner sind fast nur abends zu Hause
Der 28- jährige habe seit 3 Tagen Schlafprobleme.
Der 26- jährige habe häufig Kopfschmerzen.
7) Frau, Egartsteig
Entfernung zum Sender: ca.160 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 20-40 µW/m²
Schlafzimmer (Frau) 180 µW/m²
Schlafzimmer 5 µW/m²
Kinderzimmer 5 µW/m²
Kinderzimmer 100 µW/m²
Küche 7 (offenes Fenster 30) µW/m²
Bad 1 µW/m²
Terrasse 60 µW/m²
Balkon 100-300 µW/m²
Die 65- jährige Frau fühle sich zu Hause ganz furchtbar unwohl
und leide seit mehreren Jahren unter folgenden Symptomen: Herzschmerzen,
Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Schwindel, Nasenbluten, Vergesslichkeit,
Konzentrationsstörungen, depressive Stimmung, Reizbarkeit, Kopfschmerzen,
Gelenk- und Gliederschmerzen, Taubheitsgefühl, Augenschwellungen,
Augenbrennen. Der Blutdruck sei ständig stark erhöht. Zum Zeitpunkt
des Besuchs: 170/115 mmHg. Die Schilddrüse ist vergrößert
mit Knoten.
Sie sei in den letzten Jahren oft den ganzen Tag unterwegs gewesen, weil
es ihr außer Haus viel besser ging. Auch bei ihrer Tochter z.B.
in Wolfratshausen fühle sie sich viel wohler.
Eine Nachbarin berichtet, dass sie nachts oft verzweifelt rufe: "Ich
halte es nicht mehr aus."
Ihr Mann ist kürzlich, 2006, im Alter von 72 Jahren verstorben.
Er sei früher immer ein lebensfroher, robuster Mensch gewesen. In
den letzten Jahren habe er zunehmend schwere Gesundheitsprobleme gehabt.
Er habe nicht über die Beschwerden gesprochen, aber sie habe es ihm
angemerkt:
häufige Atemnot, blaue Verfärbung, Schwindel, Nasenbluten, Gelenkbeschwerden.
Außerdem sagte er in letzter Zeit oft: "Die Toten haben es
am schönsten."
2005 Hüft-TEP li (Wolfratshausen); anschl. Reha in Bad Heilbronn
Nov.05 bei Gang in Keller Schwindel, Rückenschmerzen, Bewusstlosigkeit.
Mit NA ins KH.
8) Familie, Kirchenleite
Entfernung: 120 m
Sicht :ja
DECT: nein
Abschirmung: ja
Wohnzimmer 120 µW/m²
Schlafzimmer 5-100 µW/m²
Kinderzimmer 10 µW/m²
Arbeitszimmer (Frau) 100 µW/m²
Arbeitszimmer 10-90 µW/m²
Esszimmer 150 µW/m²
Balkon 2000 µW/m²
Garten 400-3000 µW/m²
Das Paar hält Gesundheitsschäden unterhalb der gesetzlichen
Grenzwerte im abgeschirmten Haus nicht für möglich und zog im
Frühjahr 2006 ein, obwohl die Hausbesitzer wegen schweren Gesundheitsproblemen
ausgezogen waren. Die Frau habe früher erhebliche Probleme mit Allergien
gehabt. Diese seien durch verschiedenste Therapien weitgehend verschwunden.
Im Mai 2006 hat die Frau ein gesundes Kind geboren.
9) Ehepaar, Egartsteig
Entfernung: ca. 180 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 70-180 µW/m²
Schlafzimmer 30 µW/m²
Arbeitszimmer 5-20 µW/m²
Küche 50 µW/m²
Terrasse 100-160 µW/m²
Garten 10-200 µW/m²
Die Frau leide seit mehreren Jahren unter vielerlei Symptomen: Schlafstörungen,
Erschöpfung, Gelenkbeschwerden (auch Schulter, Nacken), Schwindelanfälle,
Brennen der Zunge, belegte Stimme, Hautreizungen, inneres Brennen, Hörverlust,
Konzentrations-störungen, Vergesslichkeit.
Trotz verschiedenster Therapieversuche beständen die Beschwerden.
Sie habe bisher nie einen Zusammenhang mit Mobilfunk in Erwägung
gezogen.
Der 72- jährige Mann leide seit ca. 8 Jahren oft unter Schlafstörungen
mit nächtlichem Schwitzen und gehäuftem Wasserlassen, chronischer
Erschöpfung, Antriebsarmut, depressiver Stimmung, Konzentrationsstörungen,
starken Muskelschmerzen am Unterschenkel, Weichteilschmerzen in der Leistenbeuge
und Tinnitus. Außerdem käme es anfallsweise zu Temperaturanstiegen
um 1 Grad ohne ersichtliche Ursache.
10) Ehepaar, Kirchenleite
Entfernung: ca. 250 m
Sicht: ja
DECT: nein
Das Ehepaar stand am Arbeitsplatz ganztägig unter Hochfrequenzexposition
(200- 3000 µW/m²).
Wohnzimmer 50 µW/m²
Schlafzimmer 2 µW/m²
Kinderzimmer 50 µW/m²
Flur 200 µW/m²
Balkon 400 µW/m²
Garten 100-600 µW/m²
Frau, 55 J., seit ca. 15 J. Myom
1990 Bandscheibenvorfall
ca. 97 Schilddrüsen-Op wegen Knoten
1998 Brust-Op wegen Zysten
Seit 5-6 J. bestehen folgende Symptome: häufiges Aufwachen, nächtliches
Schwitzen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, häufige Infekte,
ständige Verschleimung, Juckreiz, trockene Haut, Atemnot, Gelenkschmerzen
an allen Gelenken, Rückenschmerzen, Venenprobleme, Haarausfall.
2003 Bandscheiben-Op
Im Jahr 2004 sei sie fast das ganze Jahr krank gewesen mit schweren Knieentzündungen,
Knochenerweichung, unerträglichen, ständigen Rückenschmerzen
und habe nicht mehr gehen können. Seit 3 Jahren sei ihr alles zu
viel. Daher habe sie die Arbeit aufgeben müssen.
Während des gerade abgeschlossenen Kuraufenthaltes habe sie keinerlei
Schlafprobleme gehabt. Sie könne sich nicht länger wie eine
halbe Stunde im Garten aufhalten. Dann sei sie total erschöpft und
müsse ins Haus.
Der 60- jährige Mann habe seit 5 J. Allergie mit tränenden Augen
und laufender Nase. Der Blutdruck sei ständig hoch.
2002 Meniskus-Op
2003 Bandscheiben-Op
11) Frau, Kirchenleite
Entfernung: ca. 200 m
Sicht ja
DECT: nein
Wohnzimmer 50-400 µW/m²
Schlafzimmer 60-150 µW/m²
Kinderzimmer 600 µW/m²
Kinderzimmer 400 µW/m²
Esszimmer 10-50 µW/m²
Terrasse 400-1200 µW/m²
Garten 100-600 µW/m²
Die Frau leide unter Schlafstörungen, Mundschleimhautentzündungen,
Augenrandentzünd- ungen.
Ihre Tochter mit drei Kindern halte sich viel bei ihr auf. Die 13-jährige
Enkelin hat Leukämie. Die Tochter leide unter schweren Konzentrationsstörungen,
Ohrgeräuschen und Erschöpfung.
12) Familie, Kirchenleite (seit 2003)
Entfernung: 140 m
Sicht: ja
DECT: ja
Wohnzimmer 1000 (mit DECT- Repeater
20 000) µW/m²
Schlafzimmer 300 (offenes Fenster 3000) µW/m²
Kinderzimmer 17J. 70-900 µW/m²
Kinderzimmer 16J. 100 µW/m²
Arbeitszimmer 1. 20 000 (mit DECT) µW/m²
Arbeitszimmer 2. 150-400 µW/m²
Küche 1500 (mit DECT von oben) µW/m²
Bad 8 µW/m²
Terrasse 2000 µW/m²
Garten 2000-5000 µW/m²
Die Mutter ist im Jahr 2003 mit ihren drei Kindern hierhergezogen. Sie
habe seither täglich Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Sie
gehe jeden Vormittag zu einem Pferdestall - dort sei ihr Kopf frei. Obwohl
das Gärtnern ihr großes Hobby war, meide sie jetzt den Aufenthalt
im Garten und überlasse die Pflege einem Gärtner. Sie halte
sich auch auf der Terrasse nur kurz auf.
Die 17-jährige Tochter ( Zimmer :70-900 µW/m²) leide unter
Schlafstörungen, Neuro-dermitis, Augenentzündungen, Haarausfall
und Kniebeschwerden.
Der 16-jährige Sohn habe Lernprobleme und Knieprobleme.
Der 15-jährige Sohn ebenfalls Knieprobleme.
Der Mann wache sehr häufig nachts auf und schwitze extrem.
13) Familie, Isarweg ( seit 2001)
Entfernung: ca. 220 m
Sicht: nein
DECT und WLAN: ja
Wohnzimmer 100 (mit DECT) µW/m²
Schlafzimmer 200 (DECT von oben) µW/m²
Kinderzimmer 0,5 µW/m²
Arbeitszimmer Über 20 000 (mit DECT und WLAN) µW/m²
Küche 2 (mit DECT 200) µW/m²
Terrasse 0,5 (mit DECT 60) µW/m²
Garten 300 µW/m²
Die Frau hatte früher beruflich täglich teilweise 3 Stunden
mit dem Handy telefoniert. Sie bekam dann furchtbare Zustände, wobei
sie meinte sterben zu müssen: langandauernde Schwindelattacken am
Morgen, Unfähigkeit die Beine zu bewegen, Übelkeit, Erbrechen
und Gleichgewichtsstörungen. Seitdem verwende sie kein Handy mehr.
2004 Gebärmutterhals-Ca während Schwangerschaft; Operation
Sie habe trotz Handy-Verzicht manchmal die unangenehmen Schwindelzustände.
Ihr war nicht klar, dass sie im eigenen Büro durch DECT-Telefon und
WLAN weiterhin mit gepulsten hochfrequenten EMF belastet war.
Der Mann arbeitet gerade auf einer Baustelle im Ausland. Er fühle
sich dort so wohl, dass er am liebsten dort bliebe. Es gibt dort keinen
Handy-Empfang.
Seit mehreren Jahren bestehe Syringomyelie.
Er habe häufig Kopfschmerzen.
Der 2-jährige Junge sei ständig krank.
Auf der angrenzenden Wiese ( 300 µW/m²) seien innerhalb der
letzten 2-3 Jahre ca. 6 Obstbäume kaputtgegangen.
14) Familie, Wenzberg , 2.Stock, seit 2001
Entfernung: 40 m
Sicht: ja
DECT. ja
Wohnzimmer 600 µW/m²
Schlafzimmer 230 µW/m²
Kinderzimmer 900 µW/m²
Kinderzimmer 200 µW/m²
Küche 2200 µW/m²
Balkon 2200 µW/m²
Die Mutter leide unter schweren Schlafstörungen (kann auch todmüde
nicht einschlafen) und nächtlichem Schwitzen. Weitere Symptome: unerträgliche
Kopfschmerzen, Nacken-schmerzen, Rückenschmerzen mit Verschieben
der Wirbel, massive Vergesslichkeit, häuf-iges Herzjagen, Sehstörungen,
wobei für 10 min alles dunkel werde.
Sie hält sich so oft wie möglich in einem Wüstengebiet
auf. Dort fühle sie sich blendend.
Tochter 18 J., häufig krank, Pfeiffersches Drüsenfieber ein
Jahr lang.
Tochter 13 J., Schlafstörungen, Kopfschmerzen, morgendliche Übelkeit
und Bauch-schmerzen.
Die Familie zieht am 3.5.06 in den unbelasteten Teil von Icking.
15) Familie, Wenzberg , 2.Stock, seit 2 Monaten
Entfernung: 40 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 200 µW/m²
Schlafzimmer 10 µW/m²
Arbeitszimmer 150 µW/m²
Kindergruppe 330 µW/m²
Balkon 50 µW/m²
Garten 400 µW/m²
Sie wohnen hier erst seit 2 Monaten. Seitdem bestehen bei beiden Erwachsenen
und bei zwei jugendlichen Kindern Schlafstörungen.
Die Familie zieht bald in eine mobilfunkfreie Ortschaft.
16) Familie, Wenzberg , 1.Stock
Entfernung: ca.25 m (Bahnfunk und Mobilfunk)
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 5 µW/m²
Schlafzimmer 20 µW/m²
Kinderzimmer 40 µW/m²
Musikzimmer 20 µW/m²
Küche 4 µW/m²
Garten 100-400 µW/m²
Die 38- jährige Mutter ist seit 6 Jahren ganztags zu Hause. Vorher
als Erzieherin berufstätig.
Sie sieht krank und blass aus. Etwa seit 15 Jahren Allergie und häufige
Müdigkeit.
Seit 6 Jahren massive Verschlechterung: ständig extreme Erschöpfung,
Kopfdruck, Benommenheit, Schwere im Kopf, "wie lahm gelegt",
Schwierigkeiten zu sprechen, Kopf-losigkeit, schwerste Konzentrationsstörungen,
Vergesslichkeit.
Häufig: schwere Infekte, Atemnot mit Bronchospasmus, Husten, zugeschwollene
Nase, Augenbrennen, zugeschwollene Augen, schmerzhafte Muskelverspannungen,
Rücken-schmerzen, Nackenschmerzen, Schulter- und Knieschmerzen, Zahnschmerzen.
Vor 6 J. 20 % Sehverlust rechtes Auge; Laserbehandlung wegen schlechter
Korrigierbarkeit. Netzhaut sei sehr dünn. Sie habe häufig schwarze
Schleier vor den Augen.
Der 46- jährige Vater schlafe auffallend viel; um 21 Uhr schlafe
er ein. Häufiges Einschlafen auch tagsüber am Boden, am Sofa,
mitten im Spiel mit den Kindern. Häufig Taubheitsgefühl in Arm
und Fingern.
Tochter 5 J., Schlafstörungen, Zähneknirschen, ständige
Infekte, starker Husten mit Bronchospasmus, Mittelohrentzündungen.
Sie sei zappelig, unruhig, spreche undeutlich, habe viele Tics und zucke
mit den Augen. Sie schwitze viel und ihr sei oft heiß.
Tochter 3 J., mit 1,5 J. Neurodermitis; sehr oft krank, Ohrenentzündungen,
Bauchschmerzen, Husten , Atemnot und Schlafstörungen.
17) Ehepaar, Wenzberg , 2.Stock
Entfernung: 25 m (Bahnfunk und Mobilfunk)
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 20 (+100 vom Bauhof) µW/m²
Schlafzimmer 40-100 µW/m²
Esszimmer 20 µW/m²
Es sind die Eltern von Frau Nr.16.
Das Paar ist vor 6 J. aus dem EG in den 2.Stock gezogen.
Die 60- jährige Frau sei seither schnell gealtert. Seitdem folgende
Symptome: Schlaf-störungen, Müdigkeit, Blässe, Haarausfall,
Beine wie Blei und aufgeplatzte Hände.
Seit 5 J. Eisenmangel, schwere Anämie und Gerinnungsstörung.
Seit 1 J. massiver Schwindel, Ohrendruck und Einschlafen der Hände.
Juni 2005: Lungenembolie.
Der 65- jährige Mann wurde mit 50 J. wegen Depression, Konzentrationsstörungen
und Einschränkung der Leistungsfähigkeit in Frührente geschickt
( Arbeitsplatz war Innungs-krankenkasse Nähe Siemenswerke).
Seit 5 J. Hypertonie und häufig Herzschmerzen mit Atemnot ohne pathologischen
kardiologischen Befund. Vergesslichkeit, Antriebsschwäche.
Seit 3 J. Hyperkeratosen, die immer wieder entfernt wurden.
Seit 2 J. Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, ständiges Zucken des
linken Fußes im Schlaf.
Zunahme der Vergesslichkeit.
In den vergangenen Osterferien waren die 3 Generationen gemeinsam in Kärnten.
Die Kinder seien dort aufgeblüht. Die Großeltern konnten dort
gut schlafen und haben sich wohler gefühlt. Der Großvater konnte
sich besser konzentrieren.
Der 2-stündige Aufenthalt (20-22 Uhr) im 1. und im 2. Stock ist für
mich selbst (Dr.Waldmann-Selsam) äußerst unangenehm: Konzentrationsstörung,
Denkstörung, Kopfdruck, Unruhe und Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
Meine Symptome sind nach etwa eineinhalb Stunden nach Verlassen des Hauses
wieder verschwunden.
18) Familie, Wenzberg , EG
Entfernung: 25 m (Bahnfunk und Mobilfunk)
Sicht: ja
DECT: ja
Wohnzimmer 50 µW/m²
Schlafzimmer 6 µW/m²
Kinderzimmer 20 µW/m²
Küche 50 µW/m²
Flur 20 000 (mit DECT) µW/m²
Garten 100-400 µW/m²
Das einjährige Kind sei gesund. Das Ehepaar habe keine Gesundheitsprobleme.
Die Katze sei oft krank.
Die jungen Obstbäume im Garten würden nicht gedeihen.
19) Familie, Am Bahnhof (seit 2001)
Entfernung: 10m
Sicht: 3 mal ja
DECT: ja
Wohnzimmer 500 (offenes Fenster 2000) µW/m²
Schlafzimmer 200 (offenes Fenster 2000) µW/m²
Kinderzimmer 200 (offenes Fenster 400) µW/m²
Arbeitszimmer 60 (mit DECT 20 000) µW/m²
Küche 180-400 (offenes Fenster 1000) µW/m²
Die 55- jährige Frau verbringt den grössten Teil des Tages
zu Hause. Sie sieht krank aus.
Seit 2 Jahren leide sie unter Schlafstörungen, nächtlichem Schwitzen,
Unruhe, depressiver Stimmung, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit,
Lernstörungen, und Herzrhythmus-störungen.
Seit 1 J. Gelenk- und Gliederschmerzen. Sie habe nur eine kleine Restschildrüse
nach Hashimoto-Thyreoiditis. In letzter Zeit Verdacht auf Überfunktion.
Sie bekomme viele braune Flecken im Gesicht.
Tochter 16 J., besucht eine Ganztagsschule. Sie wache jede Nacht bereits
um 4 Uhr auf.
Der Mann habe keine Gesundheitsprobleme.
Der Hund zittere sehr häufig mit den Beinen und habe oft einen Drehwurm:
er kreise um sich selbst und beiße sich in die Hinterbeine. Der
Tierarzt wundere sich über dieses ungewöhnliche Verhalten.
Bis 2001 bewohnten die ehemaligen Hausbesitzer das Haus. Als der Mann
an Krebs erkrankt war, verkauften sie das Haus und zogen nach Geretsried.
20) Familie, Wenzberg (seit 1999)
Entfernung: ca. 60 m/ 70 m
Sicht: ja
DECT: ja
Wohnzimmer 60 (mit DECT 200) µW/m²
Schlafzimmer 350 µW/m²
Kinderzimmer 5J. 40 (mit DECT 20 000) µW/m²
Kinderzimmer 3 ½ J. 7 µW/m²
Küche 2 µW/m²
Terrasse 100-400 µW/m²
Garten 500-2000 µW/m²
Der ca. 30-jährige Mann wache jede Nacht um 2 Uhr auf und könne
dann fast nicht mehr schlafen. Jeden Morgen sei er wie gerädert.
Die Frau sei immer müde und habe Konzentrationsstörungen.
Sohn 5 J., habe sehr häufig Infekte. Er war gerade wegen einer Lungenentzündung
mit Erguss 3 Wochen im Starnberger Krankenhaus. Er ist genauso groß
und dünner wie sein 3,5 -jähriger Bruder. Auf seinem Kopfkissen
wurden 18.000 µW/m² gemessen, ausgehend vom Siemens-Gigaset,
welches in 50 cm Entfernung im Flur steht!
Sohn 3,5 J., häufige Mittelohrentzündungen.
21) Familie, Hauserweg
Entfernung: ca. 150 m
Sicht: ja
DECT: ja ( ohne es zu ahnen : Kabeltelefon mit der Option auch schnurlos
zu telefonieren)
Wohnzimmer 1-20 µW/m²
Schlafzimmer 2 µW/m²
Kinderzimmer 20 µW/m²
Kinderzimmer 5-15 µW/m²
Kinderzimmer 3 µW/m²
Küche 1 (mit DECT 5000) µW/m²
Weide 2-600 µW/m²
Garten 2-300 µW/m²
Die gesamte Familie (2 Erwachsene, 6 Kinder) leide unter Müdigkeit,
Schlappheit, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen (außer
Mann).
Die Mutter wache meist um 3 Uhr auf und könne dann nicht mehr einschlafen.
Sie leide unter Muskelschmerzen, wechselnden Gelenkbeschwerden, Unruhe,
gelegentlichem Herzrasen und Ohrgeräuschen.
Der Vater schwitze nachts stark und sei abends total erschöpft.
Mehrere Kinder hätten ständig entzündliche Hautveränderungen,
worüber die aufgesuchten Hautärzte verwundert seien.
Seit mehreren Jahren gäbe es Probleme bei den Kühen mit der
Fruchtbarkeit ( sie würden nicht aufnehmen und sich nicht zeigen).Außerdem
sei auffallend, dass die Kühe "verrückt" spielten,
wenn sie hinüber auf die Weide gehen sollten. Das sei früher
problemlos verlaufen.
An den Stellen auf der Weide, welche sich die Kühe für den Daueraufenthalt
aussuchen, wurde gemessen: die Messwerte lagen unter 10 µW/m².
22) Ehepaar, Hauserweg
Entfernung: ca. 350 m
Sicht: teilweise
DECT: nein
Wohnzimmer 2 µW/m²
Schlafzimmer 1 µW/m²
Schlafzimmer 1 µW/m²
Arbeitszimmer 6 µW/m²
Küche 0,5 µW/m²
Bibliothek 5 µW/m²
Garten 10-30 µW/m²
Die 65- jährige habe seit Feb.1998 Polyarthritis.
Bei dem Mann seien 2005 ein Prostata-Ca und 2006 Knochenmetastasen festgestellt
worden.
23) Ehepaar, Kammerlbreite
Entfernung: 130 m
Sicht: ja
DECT: nein
Abschirmung: ja
Wohnzimmer 2-15 µW/m²
Schlafzimmer 0,1-1 µW/m²
Arbeitszimmer 2 µW/m²
Arbeitszimmer 2 µW/m²
Küche 6 µW/m²
Flur 0,3 µW/m²
Esszimmer 0,6 µW/m²
Garten 400-2000 µW/m²
Die 65- jährige Frau litt seit August 2001 unter Schlafstörungen,
Gelenkbeschwerden und Ohrgeräuschen. Später trat Haarausfall
auf.
Der 72- jährige Mann litt unter Schlafstörungen, Erschöpfung,
Kopfschmerzen, Ohr-geräuschen, Wortfindungsstörungen, Weichteilschmerzen,
Augenentzündungen und Übelkeit.
Der 30-jährige Philodendron (3 m breit, 2m hoch) verlor seine Blätter
und ging innerhalb von 2 Jahren ein.
Nach intensiven Abschirmmaßnahmen (neue Fenster, Gitter, Gewebe,
Vorhänge) für 35.000 Euro verschwanden die Schlafstörungen.
Im Garten auf der Senderseite halten sich fast keine Vögel mehr auf.
Einzelne, auch junge Bäume haben auffallend lichtes Blätterwerk.
Grellgelbe Flechten beginnen sich an den Stämmen auszubreiten Einzelne
Büsche haben fast keine Blätter mehr.
Die Terrasse wurde auf die Seite im Funkschatten verlegt.
24) Ehepaar
Entfernung: ca 180 m
Sicht: nein
DECT: ja
Wohnzimmer 1 (mit DECT 20 000) µW/m²
Galerie 1 µW/m²
Garten 30 µW/m²
Bei der 71- jährigen Frau war 2005 ein Plattenepithel-Ca des Rectum
festgestellt worden.Es erfolgte Chemotherapie und Bestrahlung.Es gehe
ihr jetzt wieder besser.
Der 72- jährige leide seit 20 J. an Parkinson.
25) Familie, Eichendorffweg
Entfernung: 150 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 10-40 (offenes Fenster 120) µW/m²
Schlafzimmer 5-50 µW/m²
Kinderzimmer 8J. 70 µW/m²
Kinderzimmer 4J. 2-10 µW/m²
Arbeitszimmer 0,2 µW/m²
Küche 15 µW/m²
Balkon 400 µW/m²
Terrasse 400 µW/m²
Die ca. 40- jährige Frau habe etwa seit 2 J. nachts Anfälle
mit Herzrasen und grosser Angst. Kardiologisch und neurologisch konnten
keine pathologischen Befunde erhoben werden. Mit der Diagnose Panikattacken
wird z.Z. einmal pro Woche eine Psychotherapie durchgeführt.
Der Mann habe keine Gesundheitsprobleme.
Tochter 8 J., schlafe immer bei ihrem Bruder (1 µW/m²). Hausaufgaben
mache sie in ihrem Zimmer (70 µW/m²). Die Lehrerin wundere
sich über die fehlerhaften Hausaufgaben, da das Kind in der Schule
doch fehlerfrei arbeite.
Sohn 5 J., unauffällig.
26) Ehepaar, Schleicherweg
Entfernung: 80 m
Sicht: ja
DECT: ja
Wohnzimmer 20-100 (mit DECT 20 000) µW/m²
Schlafzimmer 80 µW/m²
Wohnzimmer 1. Stock 1000 (wird nicht benutzt) µW/m²
Arbeitszimmer 7 µW/m²
Küche 30 µW/m²
Balkon 100-450 µW/m²
Garten 100-500 µW/m²
Mann und Frau haben keine gesundheitlichen Beschwerden.
27) Ehepaar, Egartsteig (seit 8/1999)
Entfernung: ca. 200 m
Sicht: ja
DECT: nein
Wohnzimmer 20-90 µW/m²
Schlafzimmer 60 µW/m²
Gästezimmer 3 (offenes Fenster 150) µW/m²
Arbeitszimmer 10 µW/m²
Küche 20-50 µW/m²
Balkon 180 µW/m²
Garten 50-60 µW/m²
Der 56- jährige verließ seine Firma, weil er im vorgesehen
Arbeitsbereich nicht tätig werden wollte und ging mit 50 Jahren in
den Vorruhestand. Seither hält er sich ganztags zu Hause auf und
arbeitet selbstständig.
Seit 85 Heuschnupfen
Sept.2000 Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, keine pathologischen
Befunde;
Herbst 2001 ständig Heuschnupfen, RR 180/110 mmHg
2002 Kieferschmerzen, Zahnprobleme, Mittelohrentzündung, leichtes
Brummen
seit 2003 Verschlimmerung des Hustens, Juckreiz, oft Halsentzündung,
ständig Nasenneben-höhlenentzündung, Gewichtsabnahme
2004 wegen erheblicher anfallsweiser Atemnot Bronchoskopie. Allergisches
Asthma bronchiale, Therapie mit Symbicort
ab 2004 fast immer hoher Dauerton, tagsüber Brummton, oft entzündete,
schmerzende Augen,
vermehrtes Durstgefühl, Nykturie
Die Frau ist berufstätig und 4 Tage pro Woche außer Haus. Es
beständen keine gesundheitlichen Beschwerden.
28) Familie, Angerl ( seit 12 J.)
Entfernung: ca. 600 m
Sicht: nein
DECT: nein
Wohnzimmer 1 µW/m²
Kinderzimmer 0,2 (offenes Fenster 40) µW/m²
Kinderzimmer 0,5 µW/m²
Esszimmer 1 µW/m²
Eine Stromleitung endet an der Hauswand. Bei Messungen im Jahr 2000 anläßlich
der Leukämieerkrankung des damals 7-jährigen Kindes seien hohe
elektrische und magnetische Felder im Haus festgestellt worden. Es handelt
sich um ein älteres Haus mit Elektro-installationen aus dem Jahr
ca. 1930. Daraufhin Installation eines Netzfreischalters für die
Nacht.
Die 47- jährige Mutter arbeitet 4 Stunden täglich im Bioladen
Paradieschen, Schleicherweg, neben der Bahnschranke ( 200 µW/m²
von Norden und 200 µW/m² von Süden). Sie habe dort immer
Kopfweh, Konzentrationsstörungen und sei nach 4 Stunden erschöpft.
Hypertonie seit mehreren Jahren.
Als der Netzfreischalter einmal kaputt war, hat sie einen grossen Unterschied
bemerkt: sie wurde unruhig und konnte nicht schlafen.
Tochter 13 J., 2000 Akute lymphatische Leukämie, Nov.04 Rezidiv,
2005 Knochenmarkstransplantation; seit 6 Monaten wieder in der Schule.
Sohn 18 J., Hypertonie 150/100, häufig Fingertremor und er wirke
insgesamt häufig sehr angespannt.
Sohn ?J
29) Familie, Egartsteig
Entfernung: ca.220 m
Sicht: ja
DECT und WLAN: ja
Wohnzimmer 30-40 µW/m²
Schlafzimmer 80 µW/m²
Kinderzimmer 50 µW/m²
Arbeitszimmer 5000 (mit WLAN) µW/m²
Küche 20 µW/m²
Esszimmer 40 µW/m²
Balkon 160 µW/m²
Die Frau habe keine Gesundheitsprobleme.
Der Mann habe Diabetes seit vielen Jahren.
Sohn, ca 8 J., gesund.
30) Ehepaar, Ichoring
Entfernung: ca. 300 m
Sicht: nein (da Hanglage)
DECT: nein
Schlafzimmer 1,4 (offenes Fenster 15)
Radar 40 µW/m²
Die 62- jährige Frau habe keine gesundheitlichen Probleme.
Der 68- jährige Mann habe seit 20 J. Ohrgeräusche wechselnder
Intensität. Außerdem gelegentlich Gelenkbescherden (Schulter,
rechtes Knie) und Unruhegefühl.
Seit Anfang Juni 2006 komme es in Ruhe immer wieder zu Herzstolpern.
31) Familie, Ichoring
Entfernung: ca. 300 m
Sicht: nein (da Hanglage)
DECT: ja
Wohnzimmer 2 (mit DECT 20) µW/m²
Schlafzimmer 0,1 µW/m²
Kinderzimmer 0,1 µW/m²
Kinderzimmer 0,1 µW/m²
Küche 600 mit DECT µW/m²
Flur 20 000 mit DECT µW/m²
Die beiden Grundschulkinder hätten keine Gesundheitsprobleme.
Die Erwachsenen wurden nicht nach Erkrankungen befragt.
32) Ehepaar, Am Buchet
Entfernung: ca. 800 m (Sender Attenhausen ca. 2 km)
Sicht: nein
DECT: ja
Wohnzimmer 1 µW/m²
Schlafzimmer 1-5 (mit DECT 1500) µW/m²
Küche 1 µW/m²
Flur 400 (mit DECT) µW/m²
Esszimmer 0,1 µW/m²
Die ca. 68- jährige Frau leide seit 10 J. unter Schlafstörungen.
Der ca. 70- jährige Mann hat Schlaf - Apnoe und ist sehr vergesslich.
Kürzlich Prostata-Op
33) Familie, Irschenhauser Str. (seit ca 4 Jahren)
Entfernung: ca. 700 m
Sicht: nein
DECT und WLAN: ja
Wohnzimmer 1000 (mit DECT und WLAN) µW/m²
Kinderzimmer 8J. 70 (mit WLAN) µW/m²
Kinderzimmer 5J: 1 µW/m²
Arbeitszimmer 12 000 (mit WLAN) µW/m²
Garten 2 µW/m²
Wintergarten 200 (mit DECT) µW/m²
Vorher hat die Familie in einer kleinen Wohnung mit DECT-Telefon gewohnt.
Die Frau habe keine gesundheitlichen Beschwerden.
Der Mann müsse beruflich intensiv Handy und WLAN nutzen.
Sohn 8 J., Neurodermitis seit 2.Lebensjahr
Sohn 5 J. unauffällig
Zusammenfassung:
In 27 von 33 Haushalten wurde eine Hochfrequenzimmission ausgehend von
Mobilfunksendern nachgewiesen.
Sie lag innerhalb der Häuser zwischen 50 und 10 000 µW/m².
In den Gärten zwischen 100 - 6000 µW/m².
In 16 Haushalten erhöhte sich die Belastung durch den Betrieb eines
schnurlosen DECT-Telefones, wobei die meisten vorher nicht wussten, dass
DECT-Telefone ununterbrochen funken.
In 5 Haushalten kam die Belastung durch WLAN hinzu.
In 4 Haushalten gab es nur DECT-Belastung und WLAN.
In 2 Haushalten gab es weder DECT noch WLAN und die Mobilfunkimmission
lag unter 1,5 µW/m².
Im öffentlichen Raum wurden folgende Werte gemessen:
Haltestelle S-Bahn (westliche Seite) : 20.000 µW/m² ;Vor dem
Rathaus: 14.000 µW/m²;
Fußballplatz: 3000- 5000 µW/m² ;Bahnübergang Schleicherweg:
15.000 µW/m²;
42 von 60 Erwachsenen leiden an z.T. schweren Erkrankungen.
27 von 35 Kindern haben Gesundheitsstörungen oder Krankheiten.
Seit 1998 haben erkrankte Anwohner bei der Gemeinde und bei dem Grundstücksbesitzer
vergeblich um Hilfe gebeten.
Die Messwerte liegen zwar unterhalb der z.Z. gültigen Grenzwerte,
aber weit über den Werten, bei welchen viele Ärzte und Arbeitgeber
schwere Gesundheitsschäden beobachtet haben.
Bewertung:
Ich möchte vorausschicken, dass die oberfränkischen Ärzte
bis vor 2 Jahren bei den Patienten nie einen ursächlichen Zusammenhang
zwischen Hochfrequenzexposition und Erkrankungen in Betracht gezogen hatten.
Sie hatten den offiziellen Stellungnahmen vertraut. Diese lauteten, dass
nach Auswertung aller Studien keine Gesundheitsschäden zu erwarten
seien. Als dann ganze Familien, ganze Nachbarschaften, nach Inbetriebnahme
von Mobilfunksendern schlag-artig erkrankten, ohne dass die Ärzte
eine medizinische Ursache finden konnten, fragten wir im Jahr 2004 bei
den zuständigen Behörden nach. Wir baten darum, uns Studienergebnisse
über den Gesundheitszustand der langzeitexponierten Anwohner von
Mobilfunksendern zur Verfügung zu stellen. Wir erhielten keine Ergebnisse,
da es überhaupt keine derartigen Studien gibt! Seit 1991 werden Mobilfunksender
errichtet. Mittlerweile wissen wir, dass seit 1994 einzelne niedergelassene
Ärzte beunruhigende Krankheitshäufungen beobachteten und an
Behörden meldeten. Trotzdem wurden an keinem einzigen Standort in
Deutschland Anwohner in einer wissenschaftlichen Erhebung untersucht.
Wir waren erschüttert und begannen in dieser Notlage selbst ärztliche
Erhebungen (Befragungen und orientierende Messungen) durchzuführen
so gut wir konnten. Um die Qualität unserer Messungen zu überprüfen
hatten wir an etlichen Standorten in Oberfranken Vergleichsmessungen von
Ingenieuren durchführen lassen.
Insgesamt wurden in den letzten 18 Monaten zu Hause bei 1300 Menschen
an 200 Mobilfunkstandorten Befragungen und Messungen durchgeführt.
Außerdem wurde die Ärzteinitiative in viele Bürogebäude,
Sparkassen, Redaktionen, Betriebe und ein Gerichtsgebäude (Bautzen)
gerufen, weil jeweils viele Mitarbeiter im gleichen Zeitraum an unerklärlichen
Symptomen litten und nicht mehr in der Lage waren ihre Aufgaben ordnungsgemäß
zu erledigen. Die Beschäftigten litten unter Konzentrations-störungen,
Vergesslichkeit, rascher Ermüdbarkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen,
Schwindel, psychischen Veränderungen, Depressionen, Übelkeit,
ständigem Hungergefühl, Blutdruckschwankungen und Herzrhythmusstörungen.
Das Ergebnis dieser ärztlichen Erhebungen lautet:
Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen,
schnurlosen DECT-Telefonen, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der
gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild
mit charakteristischer Symptomenkombination.
Die Menschen leiden an einem, mehreren oder vielen der folgenden Symptome:
· Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe,
Benommenheit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit,
Wortfindungsstörungen, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Angststörungen,
Panikattacken (nachts, auf Auto-bahnen), Brennen innerlich, inneres Zittern,
Ohrgeräusche, Hörverlust, Hörsturz, Geräusche im Kopf,
Schwindel, Nasenbluten, Sehstörungen, Augenentzündungen, Augenschwellungen,
Hautveränderungen (Rötungen, Pigmentierung, Gesichtsblässe,
Ringe unter den Augen), Brennen oder Kribbeln der Haut, Juckreiz, häufige
Infekte, Nebenhöhlenentzündungen, Gelenk- und Gliederschmerzen,
Nerven- und Weichteilschmerzen, Taubheitsgefühl, Koordinationsstörungen,
Herzrhythmus-störungen, Herzrasen, Blutdruckerhöhung (anfallweise
oder dauerhaft), Schilddrüsen-probleme, Haarausfall, Hormonstörungen,
Appetitlosigkeit oder ständiges Hungergefühl, Übelkeit,
Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme, Frösteln, nächtliches
Schwitzen, häufiges nächtliches Wasserlassen, Zähneknirschen.
· Schon ab 10 µW/m² erkranken Menschen ( bei UMTS schon
ab 0,1 µW/m²)
Die in Icking gemessenen Werte liegen zwar weit unterhalb der z.Z. gültigen
Grenzwerte, aber deutlich über den Werten, bei welchen viele Ärzte
und Arbeitgeber schwere Gesundheitsschäden beobachtet haben. Bei
der Firma BMW wurden Maßnahmen ergriffen, um die von DECT-Telefonanlagen
ausgehende HF-Belastung auf 100 µW/m² zu reduzieren.
Zur Festlegung der Grenzwerte wurden ausschließlich die thermischen
Wirkungen der hochfrequenten elektromagnetischen Felder berücksichtigt.
Gepulste hochfrequente elektro-magnetische Felder beeinflussen jedoch
einen biologischen Organismus nicht nur durch Erhitzung sondern durch
verschiedenste Wirkungsmechanismen auf mehreren Ebenen (Zelle, Membran,
Nervenbahn, Gehirnströme, Molekül, Atom).Einzelne dieser Wirkungen
werden. schon ab 0,1 µW/m² beobachtet.
Auch wurden die Auswirkungen von gleichzeitiger Exposition mit gepulsten
und ungepulsten hochfrequenten EMF verschiedener Frequenzen bei der Grenzwertfestlegung
nicht berücksichtigt.
Aus ärztlicher Sicht besteht dringendster Verdacht, dass ein grosser
Teil der in den letzten Jahren aufgetretenen Krankheitssymptome der besuchten
Anwohner durch die Summe der Hochfrequenzexposition ( Mobilfunksender,
Bahnfunk, schnurloses DECT-Telefon, WLAN) ausgelöst wurde.
Begründung:
1) Ein großer Teil (42 Erwachsene und 27 Kinder) der hochfrequenzbelasteten
Anwohner leidet unter mehreren der folgenden Symptome: Schlafstörungen,
nächtliches Schwitzen, Erschöpfung, teilweise extrem, Unruhe,
Kopfschmerzen, Kopfdruck, Konzentrations-störungen, Vergesslichkeit,
Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen, Nackenschmerzen,
Depressionen, Schwindel, Infektanfälligkeit, schwere Allergien, Asthma,
Tinnitus, Sehstörungen, hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen,
Hautveränderungen.
2) Es gab im Jahr 2004 und 2005 sechs Tumorerkrankungen im Nahfeld der
Sender.
3) Die behandelnden Ärzte konnten meist keine pathologischen Organbefunde
erheben, welche die Symptome hätten erklären können.
4) Die Symptome sind in zeitlichem Zusammenhang (teilweise prompt, teilweise
schleichend) mit der Inbetriebnahme der jeweiligen Sender aufgetreten.
5) Die Mitglieder von fünf Haushalten meiden den Aufenthalt im hochfrequenzbelasteten
Garten.
6) Bei etlichen Anwohnern verschwinden die Symptome nach Verlassen des
belasteten Wohngebietes.
7) Familie v.Brandt ist durch den Umzug in eine unbelastete Wohnung wieder
gesundet.
8) Verhaltensauffälligkeiten und Erkrankungen bei Tieren. Verschwinden
von Vögeln.
9) Schäden und Wachstumsstörungen an Bäumen ( u.a. sichtbar
am Sender Schleichersteig)
Folgerung:
Wenn so viele Menschen auf engstem Raum erkranken muss sofort nach der
Ursache gesucht und Abhilfe geschaffen werden
Bei Fortsetzung der Hochfrequenzimmission besteht die Gefahr, dass es
bei den in grosser Zahl bereits erkrankten Anwohner durch Störung
des Immunsystems, durch Störung der Hormonregulation, durch Schädigung
der Blut-Hirn-Schranke, durch Schädigung der Schleimhäute, durch
Blutdruckentgleisungen, Herzrhythmusstörungen und Veränderung
der Blutviskosität zu lebensbedrohlichen Zuständen kommt. Bei
den betroffenen Kindern sind Entwicklungsstörungen und irreversible
Dauerschäden zu befürchten.
Wegen des fundierten Verdachtes auf schwere Körperverletzung müssen
die Mobilfunksender daher unverzüglich abgeschaltet werden. Gleichzeitig
sind ärztliche
Erhebungen an diesem Mobilfunkstandort zu veranlassen, die den jetzigen
Gesundheitszustand und den Gesundheitszustand nach 6 Monaten dokumentieren.
Dr.med. Cornelia Waldmann-Selsam
Anlagen: Auswahl ärztlicher Atteste (1994- 2006), unbeantwortetes
Schreiben des ärztlichen Qualitätszirkels an Ministerien vom
Dezember 2005, Zusammenfassung Mikrowellen-syndrom, Liste der untersuchten
Standorte, Stellungnahme der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits-
und Veterinärwesen Sachsen betreffend Familie Schlenz (2005)
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