Brief des iranischen Präsidenten
Mahmoud Ahmadinejad an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
Frau Merkel will diesen Brief "nicht
beantworten"
[Übersetzung aus dem Persischen]
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes!
I. E. Frau Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin
der Bundesrepublik Deutschland
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
seien Sie herzlich gegrüßt!
Ich hätte diesen Brief nicht geschrieben, wenn Deutschland nicht
der Mittelpunkt der großen Entwicklungen in Wissenschaft, Philosophie,
Literatur, Kunst und Politik gewesen wäre und keine wichtige positive
Rolle bei internationalen Interaktionen zur Förderung des Friedens
gespielt hätte; wenn manche Weltmächte und bestimmte Gruppen
ständig mit einem starken Willen das große Deutschland nicht
als Verlierer und "Schuldner" des Zweiten Weltkrieges dargestellt
und es ständig erpresst hätten; wenn Sie nicht eine weltoffene
Politikerin wären, die mit bitteren und guten Erfahrungen in zwei
Gesellschaften mit unterschiedlichen Staatsformen, Normen, Sitten und
Bräuchen an der Spitze Deutschlands steht mit Privilegien, die lediglich
Frauen vorenthalten sind, wie z.B. einer stärkeren menschlichen Emotionalität
mit Erscheinungsformen göttlicher Barmherzigkeit im Dienste des Volkes
und mit gemeinsamer Verpflichtung aller Gläubigen Menschen zur Wahrung
der Menschenwürde und -rechte mit der Überzeugung, dass wir
alle die Ergebenen des erhabenen Gottes sind, der uns allen eine Würde
geschenkt hat und kein Mensch höher und erhabener ist als der andere
und unter keinem Vorwand eine Gesellschaft entrechtet, eingeschränkt,
erniedrigt und beim Fortschritt verhindert werden darf ;
und schließlich wenn es die - zwar unterschiedliche - Niedergedrücktheit
unserer Völker und unsere gemeinsame Verpflichtung zur Förderung
der Gerechtigkeit als die wichtigste Grundlage zur Sicherung von Frieden,
Sicherheit und Gleichheit der Menschen nicht gäbe.
Verehrte Frau Bundeskanzlerin,
Regierungen kommen und gehen, doch die Völker mit ihren Geschichten,
Kulturen, Zuneigungen und Interessen bleiben. Die vielfältigen Möglichkeiten
und Gelegenheiten, die sich den Regierungen bieten, sind kurzlebig. Diese
sind sehr wertvoll und können die positiven und negativen Entwicklungen
in einem Land entscheidend beeinflussen. Regierungen haben wenig Zeit
und viel Verantwortung - gegenüber Gott und dem eigenen Volk. Manche
dieser Entwicklungen können regionale, kontinentale und globale Auswirkungen
haben und dürfen keinesfalls übersehen werden.
Seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, warum
man heute manchen Völkern, die in ihrer Geschichte eine entscheidende
Rolle beim materiellen und geistigen Fortschritt der Menschheit in verschiedenen
Bereichen der Wissenschaft, Kunst, Literatur, Philosophie und Politik
gespielt und kulturbildend gewirkt haben, nicht erlaubt, als große
Völker auf ihren eigenen historischen Errungenschaften zu stützen,
sondern es wird ständig versucht, über ihnen eine schwarze Wolke
der Erniedrigung und des Scham- und Schuldgefühls zu halten. Das
Bedauern wird umso größer, wenn man beobachtet, dass manche
Zuständigen des einen oder anderen Staates sich die Erniedrigung
ihres Volkes gefallen lassen und sie sogar verteidigen. Ist das nicht
ein seltsames Phänomen in der heutigen Welt?
Die propagandistischen Bemühungen nach dem Zweiten Weltkrieg sind
dermaßen umfassend gewesen, dass manche geglaubt haben, eine historische
Schuld zu tragen und die Sünden ihrer Vorfahren über Generationen
und auf unbestimmte Zeit entschädigen zu müssen.
Der Zweite Weltkrieg ging mit geistigen und materiellen Schäden und
rund 60 Millionen Opfern zu Ende. Es ist bedauernswert und schmerzhaft,
wenn Menschen getötet werden. In allen monotheistischen Religionen
und im Bewusstsein aller aufgeklärter Menschen reiner Natur verdienen
das Leben, das Eigentum und die familiäre Sphäre der Menschen
mit jeglicher Religion und Rasse und an jedem Ort der Welt hohen Respekt.
Vor ungefähr 60 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Aber bis
heute leiden die Welt und manche Länder noch unter den verheerenden
Nachwirkungen des Krieges. Nach wie vor werden manche Länder von
manch anderen gewaltorientierten Staaten und macht- und kriegsüchtigen
Gruppen, die als Siegermächte auftreten, als besiegte Länder
betrachtet und behandelt.
Die Erpressungen dauern an und niemend darf sie in Frage stellen. Die
Menschen dürfen nicht einmal den Ursachen dieser Erpressungen nachgehen
oder sich darüber Gedanken machen, weil ihnen in diesem Fall die
Haftstrafe drohen würde. Wie lange noch soll die Erniedrigung des
Volkes und die Erpressung andauern? 60 Jahre, ein Jahrhundert, 10 Jahrhunderte,
bis wann? Es tut mir leid, daran erinnern zu müssen, dass heute die
ständigen "Kläger" des großen deutschen Volkes
manche gewaltbesessene Länder und die Zionisten sind, die das Besatzungs-Regime
durch Waffengewalt im Nahen Osten errichtet haben.
Verehrte Frau Bundeskanzlerin,
Ich habe nicht vor, der Frage des Holocausts auf den Grund zu gehen.
Aber spricht das gegen die menschliche Vernunft, wenn man die Tatsache
für möglich hält, dass manche Siegermächte des Zweiten
Weltkrieges vorhatten, einen Vorwand zu schaffen, um damit das Volk des
besiegten Landes dauernd zu erniedrigen, ihre Motivation und Vitalität
zu schwächen und ihren Fortschritt und ihre verdiente Souverenität
zu verhindern? Neben dem deutschen Volk sind auch die Völker im Nahen
und Mittleren Osten und sogar die Menschheit durch die Thematisierung
des Holocausts zu Schaden gekommen.
Durch die Idee der notwendigen Verlegung von Hinterbliebenen des Holocausts
nach Palästina hat man eine ständige Bedrohung im Nahen Osten
erwirkt, um den Menschen in der Region die Chancen für Fortschritt
und Entwicklung zu nehmen. Das kollektive Gewissen der Weltgemeinschaft
leidet unter den täglichen Verbrechen der zionistischen Besatzer,
wie z.B. das Zerstören von Häusern und Feldern, das Töten
von Kindern, Terroraktionen und Bombardierungen usw.
Exzellenz,
Sie haben bereits zur Kenntnis genommen, dass die zionistische Regierung
nicht einmal die vom palästinensischen Volk demokratisch gewählte
Regierung neben sich dulden kann und mehrmals bewiesen hat, dass sie bei
der Aggression gegen die Nachbarländer keine Grenzen kennt.
Es stellt sich nun die Frage, wenn die Siegermächte, und vor allem
Großbritannien, ein Verantwortungsgefühl gegenüber den
Hinterbliebenen des Holocausts hatten, warum haben sie diese nicht in
ihre eigenen Länder verlegt? Warum haben sie durch die Antisemitismusdebatte
die Hinterbliebenen des Holocausts gezwungen, in das Land anderer Völker
auszuwandern? Warum haben sie unter dem Vorwand der Unterbringung von
Holocaust-Hinterbliebenen die Juden aus aller Welt dazu bewogen, nach
Palästina auszuwandern, so dass heute ein beträchtlicher Teil
der Bewohner des besetzten Palästinas nichteuropäische Juden
sind? Wenn Unterdrückung und eventuelle Tötung in einer Region
der Welt verurteilt und missbilligt wird, darf man zur Wiedergutmachung
dessen in einer anderen Region der Welt Unterdrückung, Tötung,
Besatzung und Terror befürworten?
Exzellenz,
man sollte der Frage nachgehen, wozu die Millionen Dollars, die die Zionisten
jährlich aus den Staatskassen der westlichen Länder erhalten,
in den besetzten Gebieten benutzt werden. Werden diese Gelder für
Entwicklung, Frieden und Wohlstand der Menschen ausgegeben oder für
Krieg gegen die Palästinenser und Aggression gegen die Nachbarländer?
Sind die Atomwaffenarsenale in Israel zur Verteidigung der Hinterbliebenen
des Holocausts da oder stellen sie eine ständige Bedrohung für
die Völker der Region und ein Instrument zur Gewaltandrohung, Besatzung
und Wahrung der Interessen mancher Machtstrukturen im Westen dar?
Leider hat der Einfluss der Zionisten auf Wirtschaft, Medien und auf manche
politischen Kreise die Interessen vieler europäischer Völker
gefährdet und ihnen vieler Möglichkeiten und Chanchen beraubt.
Der eigentliche Vorwand für diesen erpresserischen Ansatz ist der
Holocaust.
Welche Rolle und welchen Status in der Welt hätten heute manche europäischen
Länder, wenn diese sechzigjährige Erniedrigung nicht gewesen
wäre?
Ich glaube, dass wir uns darin einig sind, dass die Aufblühung und
Entwicklung der Rolle der Völker in direktem Zusammenhang steht mit
ihrem Freisinn und Stolz.
Zum Glück hat das deutsche Volk trotz aller Erniedrigungen und Einschränkungen
große Schritte auf dem Wege des Fortschritts unternommen, so dass
Deutschland heute eine der Wirtschaftsmächte Europas ist und versucht,
eine effektive Rolle bei internationalen Interaktionen zu spielen. Aber
stellen Sie sich vor, welchen Status Deutschland bei freiheitsliebenden
Menschen, bei den Muslimen der Welt und Europäern spielen würde
und welchen Einfluss dieses Land auf den Weltfrieden hätte, wenn
es die erwähnten Erniedrigungen nicht gegeben hätte und die
Regierungen in Deutschland sich gegen die Erpressungen der Zionisten zur
Wehr gesetzt und den größten Feind der Menschheit nicht unterstützt
hätten?
Leider muss ich feststellen, dass die Rolle Europas bei globalen Interaktionen
einigermaßen geschwächt worden ist, so dass Europa bei großen
Herausforderungen nicht selbständig die Probleme hat lösen können.
Auch das ist nachvollziehbar, weil die Großmächte außerhalb
dieses Kontinents das Ziel verfolgen, unter Beweis zu stellen, dass Europa
nicht selbständig sein kann; sie suggerieren den Eindruck, dass Europa
ohne ihre Hilfe und Einmischung von außen nichts voranbringen könne.
Auch unser Volk hat nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Einmischung einiger
Siegermächte des Krieges gelitten. Über viele Jahre hinweg mischten
sie sich in alle unserer Angelegenheiten ein und ließen nicht zu,
dass unser Volk sich weiterentwickelt und Fortschritte erzielt. Diese
Mächte hatten es auf den großen Reichtum unseres Volkes, v.a.
auf unsere Energiequellen abgesehen; um ihre Ziele zu erreichen, haben
sie seinerzeit eine legitime Regierung gestürzt und ein diktatorisches
Regime bis zum Ende seiner Lebenszeit unterstützt, und beim auferlegten
Krieg von Saddam Hussein gegen uns Saddam unterstützt und die Grenzen
der Menschlichkeit weit überschritten.
Unser Volk hat genau unter der Einmischung derjenigen gelitten, die sich
heute schreiend für Menschenrechte einsetzen. Es gibt heute noch
viele meiner Landsleute, die unter den Verletzungen aus der Kriegszeit
leiden.
Die meisten dieser Aggressionen stammen von denjenigen, die nach dem Zweiten
Weltkrieg als Sieger aufgetreten sind und sich jede Maßnahme erlaubt
haben, und nach dem Ende des Kalten Krieges wurde leider die Selbst- und
Expansionssucht dieser Mächte intensiver und größer.
Wir sind der Meinung, dass ein Großteil der Menschen in der Welt
und sogar die internationalen Organisationen unter dem Einfluss der Moral
und des Verhaltens der Siegermächte stehen.
Ich habe auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Positionen
des Volkes und der Regierung der Islamischen Republik Iran dargelegt.
Sind die vorhandenen Verhältnisse, wie z.B. die im UN-Sicherheitsrat
herrschenden Regeln und das Vetorecht gerecht? Ist es nicht an der Zeit,
dass durch die Zusammenarbeit der unabhängigen Regierungen diese
für das kollektive Gewissen der Menschheit inakzeptablen Verhältnisse
geändert werden, die der menschlichen Vernunft und Natur widersprechen?
Oder dass zumindest zur Annäherung an die Gerechtichkeit weitere
Volksgruppen in der Welt das Vetorecht erhalten?
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sie kennen die Leiden in der heutigen Welt. Heute ist das Leiden des
irakischen Volkes unter Besatzung, Unsicherheit, täglichem Terror
das Leiden der gesamten Menschheit. Die ununterbrochenen Einmischungen
mancher machtbesessenen Länder in die inneren Angelegenheiten anderer
Staaten, die Ablehnung der legitimen Rechte der Völker auf den Zugang
zu modernen Technologien, die ständige Drohung mit Arsenalen aus
chemischen, atomaren und Massenvernichtungswaffen, die Ablehnung demokratischer
Regierungen und der Regierungen in Lateiamerika, die Unterstützung
von Putschisten und Diktaturen, das Außerachtlassen von afrikanischen
Völkern, das Missbrauchen des Machtvakuums in Afrika und die Ausbeutung
ihrer nationalen Interessen gehören zu den heutigen Problemen der
Welt.
In meinem Schreiben an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von
Amerika, Herrn Bush, habe ich eine lange Liste der Probleme unserer Zeit
aufgezählt.
Exzellenz,
wo haben diese Missstände ihren Ursprung und wie lange können
sie noch andauern? Glauben Sie nicht auch, dass die eigentlichen Gründe
für diese Missstände darin bestehen, dass einige Herrscher und
Mächte sich von den Lehren der Propheten, Abraham, Moses, Jesus und
des letzten Propheten Gottes, Mohammed, entfernt haben? In allen monotheistischen
Religionen, an die auch Sie und wir glauben, gibt es diese Lehren:
- Gott ist Schöpfer und Erzieher von allen. Er hat die Menschen
frei erschaffen und nicht erlaubt, einen anderen Gott außer ihm
zu nehmen.
- Er hat uns befohlen, nur ihn zu verehren, und uns von Unterdrückern
und Machbesessenen abzuwenden.
- Er befiehlt zu Tugendhaftigkeit, Nächstenliebe und Hilfe für
die Diener Gottes, Barmherzigkeit, Verteidigung der Entrechteten und Kampf
gegen die Despoten.
- Gott schenkte den Menschen Menschenwürde und will ihre Erniedrigung
nicht sehen.
- Er sandte seine Propheten mit klaren Argumenten und Büchern und
Gerechtigkeitsmaß und forderte seine Geschöpfe zur Herstellung
von Gerechtigkeit auf.
Aufgrund der o.a. gemeinsamen Grundlagen sind wir der Überzeugung:
- Der wahre Frieden kann nur auf der Basis der Gottesverehrung und Gerechtigkeit
in der Welt hergestellt und gesichert werden.
- Frieden, Ruhe und Menschenwürde gehören zu den Rechten aller
Völker.
- Das Bemühen um Fortschritt und Entwicklung und die Gründung
von Existenzen gepaart mit Spiritualität, Gütigkeit und Wohlstand
gehören zu den Rechten aller Völker.
- Sie und wir können in Anlehnung an diese allen monotheistischen
Religionen gemeinsamen Grundlagen eine neue Bewegung zur Verwirklichung
dieser großen menschlichen Ideale gründen.
Unser Volk glaubt an diese Grundlagen und verpflichtet sich dazu. Die
Geschichte zeigt, dass es nicht in der Natur des iranischen Volkes liegt,
andere Völker und Länder anzugreifen. Aber dieses Volk duldet
auch keine Unterdrückung und Aggression. Die ganze Welt hat die Erfahrungen
von 8 Jahren auferlegten Krieges beobachtet.
Ich glaube, dass Sie und wir Opfer der Unterdrückung gewesen sind;
sie (jene Länder) respektieren Ihre Rechte nicht und verlangen von
uns, auf unsere Rechte zu verzichten.
Mit Freude habe ich erfahren, dass auch Sie offen sprechen und gegen Spannung
und Kriegstreiberei sind.
Verehrte Frau Bundeskanzlerin,
die gott- und gerechtichkeitssuchende Natur der Menschen in der Welt
ist aufgeweckt worden.
Die Neigung zum Monotheismus und Gottesverehrung nimmt ständig zu.
Die Völker dulden ihre Unterdrückung, Erniedrigung und Entrechtung
nicht mehr.
Die heutige Lage der Welt unterscheidet sich vor der gestrigen.
Die Doppel- und Multistandards in den Beziehungen werden nicht lange währen.
Iran und Deutschland können auf der Basis ihrer erhabenen Sichtweisen
nebeneinander eine wichtigere Rolle auf der internationalen Ebene spielen.
Diese Zusammenarbeit kann die Rolle Europas auf der internationalen Szene
verstärken und zum Musterbeispiel für die Zusammenarbeit von
zwei Völkern und zwei Regierungen werden.
Ohne Zweifel ist die Zusammenarbeit der beiden friedensliebenden, starken
und kulturorientierten Völker von Iran und Deutschland im Interesse
Europas. Wir müssen den vorhandenen Missständen bei internationalen
Interaktionen, nämlich der Interaktionen zwischen den Siegern und
den Besiegten des Zweiten Weltkrieges, ein Ende setzen. Auf diesem Wege
werden und viele Völker und Regierungen begleiten.
Wir müssen den schweren Schatten des Zweiten Weltkrieges vernichten
und der Weltgemeinschaft bei der Förderung von Sicherheit, Freiheit
und Frieden behilflich sein.
Das iranische und das deutsche Volk sind zwei große kulturbildende
Völker und Vorreiter in Wissenschaft, Literatur, Kunst und Philosophie
gewesen. Beide Völker sind religiös und folgen den Lehren der
großen Propheten Gottes; sie haben eine lange Tradition im wissenschaftlichen,
kulturellen und Handelsaustausch.
Ohne Zweifel können durch die Zusammenarbeit der beiden Regierungen
und durch Unterstützung der beiden großen Völker große
Schritte zur Beseitigung der Missstände in der Welt unternommen werden.
Mutige Entscheidungen bilden die Grundlage für die Bekämpfung
von Missständen, Ungerechtigkeiten, Erniedrigungen und Verteidigung
der Rechte der Völker.
Soweit ich das deutsche Volk kenne, bewegt es sich bereits auf diesem
Wege und versucht, seine Souveränität wieder zu gewinnen und
seinen hohen Status zugunsten des Weltfriedens zu nutzen. Eine solche
Einstellung hat auch unser Volk.
Durch gegenseitige Hilfe können wir manche Mächte davon überzeugen,
dass das Respektieren der Völker und deren Rechte zugunsten der gesamten
Menschheit ist. Unsere beiden Völker und Regierungen können
gemeinsam eine fundamentale Rolle bei der Herstellung von Frieden und
Sicherheit und zum Schutz der Menschenwürde nach Maßstäben
der beiden Länder und den internationalen Maßstäben spielen.
Ich wünsche Ihnen, der deutschen Regierung des dem deutschen Volk
viel Erfolg.
Gegrüßt seien Diejenigen, die der Rechtleitung folgen.
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