Die Deutsche Bank nimmt die Vernichtung des letzten südostasiatischen Regenwaldes billigend in Kauf

Gier nach Profiten durch Palmölkraftwerk zerstört Moral und Umweltbewußtsein

WERDEN SIE AKTIV!

Protestieren auch Sie bei der Deutschen Bank gegen das Vorhaben


(Quelle: direkte Mailkorrespondenz mit der Deutschen Bank, s. u.)


Wie Sie der anschließend veröffentlichten Korrespondenz mit der Deutschen Bank entnehmen können, will das Kreditinstitut in ein Palmölkraftwerk in Saarlouis--Dillingen investieren. Versehen mit Etiketten wie "Bio" und "Nachhaltigkeit", sollen wir wie üblich in Sicherheit gewiegt werden.

Für die Beschaffung des Palmöls soll jedoch unseren Informationen zufolge der letzte südostasiatische Regenwald abgeholzt werden. In diesem Zuge würde zwangsläufig auch die endgültige Ausrottung der letzten frei lebenden Orang-Utans stattfinden.

Wir veröffentlichen daher einen authentischen und vollständigen Mailverkehr mit der Deutschen Bank und rufen unsere Leser/innen dringend zum Handeln auf, um durch öffentlichen Druck diesen Regenwald zu retten. Wir schlagen Ihnen vor, eine Protestmail an online.service@deutsche-bank.de zu senden oder anderweitig an dieses Institut heranzutreten. Durch bloßen Zusehen würden wir die Verantwortung übernehmen, unsere Stimme nicht zugunsten der letzten Reste intakter Natur zu erheben.

Wiedergabe des Mailverkehrs:

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 Bank/Formular: Kontakt (deutsche-bank.de)

 

14.05.2007

 

Thema: Sonstiges Thema

 

 

 

Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nach meinen Informationen plant die DB Investitionen in ein Palmölkraftwerk im Saarland.

 

Um das herfür benötigte Palmöl zu produzieren, würden die letzten Regenwälder in Südostasien zugunsten von Ölpalmplantagen abgeholzt werden, nachdem dieser Industrie bereits Millionen von Hektar an Regenwald zum Opfer fielen. Ganz nebenbei würden dabei auch die letzten frei lebenden Orang-Utans ausgerottet werden, abgesehen davon, daß mit den Regenwäldern die letzten lebensnotwendigen Bastionen globaler Sauerstofferzeugung und Luftreinhaltung zerstört werden.

 

Hiermit protestiere ich in aller gebotenen Schärfe gegen dieses Vorhaben und fordere Sie auf, davon Abstand zu nehmen.

 

Es fällt dem gesunden Menschenverstand schwer zu akzeptieren, daß menschlicher Geist durch die pure Gier nach Profit und durch Fixierung auf rein wirtschaftlichen Interessen so verblendet werden kann, daß er die Abschlachtung der Natur auf eine solch skrupellose Weise billigt. Zudem sollte doch auch ein Investor erkennen, wann er seine eigene Lebensgrundlage zerstört. Vielleicht mag es ihm ein Trost sein, daß er sich einen astronomischen Kontoauszug übers Sterbebett hängen kann; für mich und jeden gesunden Menschen stellt dies jedoch eine inakzeptable Perspektive dar.

 

In der Erwartung Ihrer baldigen Antwort, die hoffentlich von einer weisen Entscheidung Zeugnis ablegen wird, verbleibe ich mit freundlichem Gruß,

 

Tomas Eckardt

 

 

Name: Herr Tomas Eckardt

E-Mail: tj.eckardt@wiesbaden.netsurf.de / Region: Deutschland

 

 

 

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Am 01.06.2007 um 11:35 schrieb Online Service:

 

 

Sehr geehrter Herr Eckardt,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Projekt Blockheizkraftwerk Saarhafen Saarlouis-Dillingen vom 14. Mai 2007, in der Sie uns um Informationen bitten, ob eine Beteiligung der Deutschen Bank vorliegt.

 

Als weltweit tätiger Finanzdienstleister ist sich die Deutsche Bank der möglichen Auswirkungen bewusst, die ihre geschäftlichen Aktivitäten im Bezugsfeld Nachhaltigkeit haben können. Nachhaltigkeitsfragen werden daher im Rahmen unseres bis 2008 zertifizierten Sustainability Management Systems berücksichtigt, und bei bestimmten Entscheidungen führen wir eine umfassende Risikoanalyse in Bezug auf die Nachhaltigkeit aus. Nachhaltigkeitskriterien sind von zentraler Bedeutung für unsere geschäftliche Tätigkeit und integraler Bestandteil der Identität der Bank.

 

Auf der Grundlage der United Nations Environmental Programme-Erklärung und

der 10 Prinzipien des UN Global Compact wurden Prinzipien für die Nachhaltigkeitspolitik der Deutschen Bank weiter entwickelt. Die Deutsche Bank hält sich dabei nicht nur an nationale Gesetze und Vorschriften, sondern auch an die einschlägigen Leitlinien internationaler Organisationen wie z.B. der UNO und der Weltbank.

 

Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass Blockheizkraftwerke mit Bioölen betrieben werden müssen, um nach dem deutschen Energie-Einspeisungs-Gesetz (EEG) gefördert zu werden. In diesem Projekt wird insbesondere die nachhaltige Produktion der Pflanzenöle beachtet. Daher wird auf die Expertise des WWF in enger Zusammenarbeit zurückgegriffen.

 

Der WWF hält es langfristig für entscheidend, dass im Rahmen eines internationalen Multi-Stakeholderprozesses global anzuwendende Nachhaltigkeitsstandards für die Produktion und Nutzung von Bioenergie verabschiedet werden. Der WWF hat gemeinsam mit Unternehmen des Palmölsektors, Lebensmittelkonzernen, Banken sowie Vertretern der Zivilgesellschaft den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) ins Leben gerufen. In einem ersten Schritt wurden unter Beteiligung aller Akteure die Prinzipien und Kriterien des RSPO entwickelt und 2005 verabschiedet. Diese Richtlinien schreiben vor, dass neben ökologischen auch sozialen Mindestbedingungen erfüllt werden müssen (siehe auch WWF-Studie "Ökologische Auswirkungen der energetischen Nutzung von Palmöl").

 

Die Deutsche Bank wird daher für eine Finanzierung nur zur Verfügung stehen, wenn sichergestellt werden kann, dass die Pflanzenöle ausschließlich aus nachhaltiger Pflanzenölproduktion stammen.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.deutsche-bank.de/csr (insbes. hier der CSR-Report mit integriertem Nachhaltigkeitsbericht) und unter www.umwelt.deutsche-bank.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Deutsche Bank

 

 

Dr. Ronald Weichert                 Hanns Michael Hölz

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre Deutsche Bank

Stefanie Hein

 

 

 

Deutsche Bank Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, HRB Nr. 30 000 Amtsgericht Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrates: Clemens Börsig, Vorstand: Josef Ackermann (Vorsitzender), Hugo Bänziger, Anthony Di Iorio, Hermann-Josef Lamberti

 

Umsatzsteuer ID Nr.: DE114103379

 

 

 

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---------- Ihre Nachricht an uns ----------

 

Betreff: Re: Ihre Anfrage vom 30.05.2007

 

E-Mail (Absender): tomas eckardt <tj.eckardt@wiesbaden.netsurf.de>

 

Nachricht:

 

 

ZWEITE ZUSENDUNG M. D. B. UM ANTWORT - DRINGEND

 

 

 

Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Hein,

 

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Antwort. Leider kann ich mich damit nicht zufriedengeben, da das zentrale Anliegen meiner Anfrage vom 30.05.2007 ungeklärt bleibt.

 

Das fast schon inflationär verwendete Zauberwort "Nachhaltigkeit" wird spätestens seit der Agenda 21 der breiten Bevölkerung nachhaltig in den Kopf gewaschen. Es verleiht jeder unternehmerischen Initiative einen Anstrich von Umweltbewußtsein und Verantwortlichkeit und stellt somit sicherlich viele unkritisch reflektierende Gemüter zufrieden.

 

Nimmt man jedoch den Begriff "Nachhaltigkeit" auf der von Ihnen angegebenen Website "www.deutsche-bank.de/csr" unter die Lupe, so stellt man fest, daß ökologische Inhalte nurmehr einen kleinen Bestandteil dieser Floskel ausmachen. Darüber hinaus ist es offensichtlich, daß die Nachhaltigkeit mindestens ebenso stark auf andauernde wirtschaftliche Profite Ihrerseits sowie auf Arbeitsplätze (und damit auf eine weitere Steuerquelle) der lokal ansässigen Bevölkerung anzuwenden ist.

 

"Nachhaltige Pflanzölproduktion" besteht sicherlich in einer Nutzung der hierfür angebauten Pflanzen, die auf längerfristige Gewinnmarge ohne (kostenintinsive) Neuanpflanzung ausgerichtet ist. Meine Befürchtung, daß der letzte südostasiatische Regenwald für diese "nachhaltige Pflanzwirtschaft" vernichtet und die letzten Orang-Utans ausgerottet werden, besteht weiter und wird von Ihnen nicht entkräftet.

 

Orang-Utans bringen Ihnen selbstverständlich keinen Profit, sind also durchaus verzichtbar. Die hüpfen eh nur auf Bäumen rum und fressen Bananen, die man ebenfalls gewinnbringend verkaufen könnte. Der alte Wald - nun ja, man kann nicht allzu viel Kapital daraus schlagen, zumal es Hunderte von Jahren dauert, bis sich ein gewachsener Regenwald nachhaltig erneuert hat. Daher scheint vom unternehmerischen Standpunkt eine nachhaltige Ölplantage (auch noch "Bio-", jubel!) vernünftiger. Das bißchen Verlust an Sauerstoff und atmosphärischer Reinigung wird die Gesamtbilanz nicht allzu sehr stören, nicht wahr?

 

Ich möchte, nunmehr ohne Sarkasmus, direkt und präzise von Ihnen erfahren, ob Sie gewillt sind, den Tod des letzten südostasiatischen Regenwaldes zur Palmölerzeugung zu initiieren und ob Sie dafür vor dem Leben geradezustehen bereit sind. Sollte Ihnen diese Perspektive der Verantwortungsübernahme nur ein müdes Lächeln entlocken, so möchte ich Ihnen den wohlmeinenden Rat geben, dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Rechnung wird am Schluß gemacht, und Sie werden sich dieser zeitigen Warnung erinnern.

 

In Erwartung Ihrer präzisen Auskunft (auf Zitate von "Autoritäten" wie WWF etc. pp. bin ich gerne bereit zu verzichten) verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

 

Tomas Eckardt

 

 

 

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Am 08.06.2007 um 15:26 schrieb Online Service:

 

 

Sehr geehrter Herr Eckardt,

 

vielen Dank, dass Sie sich nochmals mit uns in Verbindung gesetzt haben.

 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen auf diesem Wege keine weiterführenden Auskünfte bezüglich des angesprochenen Themas geben können.

 

Wir wünschen Ihnen noch ein angenehmes Wochenende.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre Deutsche Bank

Henning Prescher

 

 

 

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09.06.2007

 

 

 

Tomas Eckardt

Winkeler Str. 9

D-65197 Wiesbaden

Tel. 06 11 / 44 18 55

Fax 06 11 / 732 86 94

 

 

 

Werter Herr Prescher,

 

1.) NEIN, ich habe kein Verständnis dafür, daß Sie mir keine weiteren Auskünfte geben. Ist dies ein Eingeständnis dafür, daß die letzten intakten Reste der Natur Ihrer Profitgier weichen müssen?

 

2.) Wenn Sie mir "auf diesem Wege" keine weitere Auskunft geben können, so tun Sie dies eben auf anderem Wege. Die erforderlichen Details entnehmen Sie dem Kopf dieser Mail.

 

3.) Nehmen Sie zur Kenntnis, daß sich die Bevölkerung nicht mehr mit arroganten Nebelfloskeln abspeisen und auf den Arm nehmen läßt. Sie mögen die "Geschäfte" Ihres Institutes als "Privatsache" betrachten. Da diese "Geschäfte" aber schon seit langem nicht mehr vor unser aller Lebensgrundlagen haltmachen, sollte Ihnen klar werden, daß Sie der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig sind.

 

In Erwartung Ihrer umgehenden Auskunft verbleibe ich in meiner eigenen Verantwortung vor Gott und der Schöpfung,

 

Tomas Eckardt

 

 

 

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15.06.2007

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich mache Sie darauf aufmerksam, daß unser Mailverkehr per Rundmail einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und demnächst auf einer gut frequentierten Website ins Internet gestellt werden wird. Es liegt also durchaus in Ihrem Interesse (und in dem der Deutschen Bank), meine Fragen rasch, konzis und wahrheitsgemäß zu beantworten.

 

Die Deutsche Bank hat es hier - wie immer - in der Hand, ob sie Werbung oder Anti-Werbung für sich betreiben will. Sie sind sich zweifellos darüber im klaren, daß immer mehr erwachende Menschen ihre Entscheidungen über Geschäftsbeziehungen aufgrund ganzheitlicher Überlegungen treffen.

 

Freundlicher Gruß,

 

Tomas Eckardt