Israel bedroht deutsche Soldaten


(Quelle: phi 07.11.2006)



aus den POLITISCHEN HINTERGRUNDINFORMATIONEN (PHI) vom 07.11.2006

Seiten A212/213


Libanon

Israel droht Deutschland nun offen

Die Hüllen sind gefallen. Sowohl die israelische (Militär)-Führung als auch die deutsche Politspitze haben ihre
wahren Gesichter und Loyalitäten gezeigt. Zuerst wurde Israel wieder beim Lügen erwischt. Nachdem seine
Luftwaffe ein deutsches Schiff beschossen und einen deutschen Helikopter bedrängt hatte, log Israel
zunächst über die Vorfälle. Später mussten sie die Lüge zugeben, weil die Bundesrmarine Deutschlands die
Details auf Video festgehalten hatte und nicht vertuschte sondern veröffentlichte.
Schließlich entpuppt sich all das Gerede über Versehen und Kommunikationsfehler ebenfalls als Lüge.. Die
deutsche Bundesregierung zeigt sich gleichzeitig als unfähig, die israelische Aggression angemessen zu
verurteilen und angemessene Konsequenzen zu ziehen.

Das deutsche Spionageboot “Alster” ist offenbar auf Bitten des Mossad von der israelischen Luftwaffe “ins
Visier genommen worden”. Der israelische Geheimdienst sei über das deutsche Spionageschiff, das in
internationalen Gewässern vor der libanesischen Küste kreuzt, verärgert, erfuhr die Nachrichtenagentur ddp
in Tel Aviv. Der israelische Geheimdienst empfinde das mit modernsten Spionagegeräten ausgestattete
deutsche Schiff als “Dorn im Auge”. Dies erkläre die drei Zwischenfälle der vergangenen Tage, in die auch
deutsche Hubschrauber verwickelt gewesen seien.

In dieser Zeit hätte die Hisbollah “munter weiter Kriegsmaterial über See in den Libanon gebracht”, war aus
Mossadkreisen zu erfahren. Die Israelis seien deswegen “nervös, dass dies auch unter dem neuen Verband
weitergeht”. Auch “dieser Umstand erkläre die jüngsten Zwischenfälle, die als Warnuang gedacht waren”,
erläuterte ein Mossad-Mann. Beweise für den Waffenschmuggel über die Küstengewässer konnte Israelallerdings nicht bringen. Nach PHI-Quellen läuft der Schmuggel zwar, aber auf dem Landweg.
Mit der Elektronik der “Alster” können die Spezialisten mehrere hundert Kilometer im Umkreis in den Libanon
und nach Israel “hineinspähen”. Neben den Funkverbindungen können sogar Handy-Gespräche belauscht
werden. Von den tief anfliegenden israelischen Kampfflugzeugen haben die Männer auf der “Alster”
Videoaufnahmen gemacht. “Wir haben alles festgehalten”, schilderte einer der Offiziere. Die Videos werden in
Berlin unter strengem Verschluss gehalten. Die “Alster” beobachtet auch die israelischen Aufklärungsflüge
über dem Libanon. Diese Flüge sind den Israels nach dem Waffenstillstandsabkommen verboten. In
deutschen Marinekreisen werden weitere Zwischenfälle mit den Israelis befürchtet.” Israel nimmt deutsche
Schiffe “ins Visier”, die seine Kriegsverbrechen dokumentieren können. Erinnert stark und unangenehm an die USS Liberty. Man stelle sich vor, Deutschland riskiert Menschenleben und opfert Geld um Israel gegen die bösen bösen Moslems zu beschützen, und vor was “fürchten” sich die Deutschen vor Ort? Vor “weiteren
Zwischenfälle mit den Israelis”. Israel hatte die Nerven der deutschen Marine eine “Warnung” zu verpassen.
Warum lässt sich die deutsche Bundes-Regierung das gefallen? Warum wird der Rückzug des Verbandes
nicht einmal wenigstens angedroht? Warum wird nicht wenigstens angedroht, in Zukunft keine hochmodernen
U-Botte zu verschenken?

Der PHI-DEUTSCHLANDDIENST schrieb in seiner Ausgabe vom 21.8.2006 und hat damit leider wieder
Recht gehabt:
„Allgemein wird verbreitet, die Deutsche Bundesmarine soll mit UNO-Mandat an der Küste des Libanon
Patrouille fahren um den Waffenschmuggel de Hisbollah auf dem Seeweg zu unterbinden. Israel war damit
überraschend schnell einverstanden. Nun soll ja die UNO und damit auch die Deutsche Bundeswehr neutral
sein und die Streithähne auseinanderhalten. Doch gibt es die Möglichkeit einer Waffenstillstandsverletzung
nicht nur auf Seiten der Hisbollah. Was macht die Deutsche Bundesmarine wenn ein israelisches (Kriegs-)
Schiff die Hoheitsgewässer des Libanon verletzt? Darf oder muß dann die Bundesmarine schießen, denn das
israelische Schiff kann ja durchaus die Absicht haben den Waffenstillstand zu verletzten. Wehrt die
Bundesmarine ggf. ein israelischen Schiff nicht ab, verliert Deutschland sein Gesicht im Nahen Osten und
wenn falls die Bundesmarine es ggf entsprechend der Aufgabe abwehrt oder gar ein Schußwechsel entsteht,
wieviel Reparationen oder Wiedergutmachung muß die Bundesrepublik dann hinterher an Israel zahlen. Die
schnelle Zustimmung Israels zu dem Projekt läßt befürchten, daß eine Provokation des deutschen
Kriegsschiffs fest eingeplant ist. Den ersten Angriff wird die Deutsche Marine nicht von der Hisbollah, sondern von den Israelis zu erwarten haben“ Genau das ist eingetroffen.

Die Truppen der Bundeswehr sind nicht die einzigen, die eine Verletzung des Luftraums in ihrem
Einsatzbereich beklagen. Schon in der vorvergangenen Woche zeigte sich ein französischer Kommandant der UNO-Truppen im Libanon, Unifil, "besorgt" über die steigende Zahl der israelischen Aufklärungsflüge.
Offenbar kam es dabei zu Warnungen, das Feuer zu eröffnen, sollte Israel die Flüge nicht einstellen. Die
Aufklärungsflüge gelten offiziell nachrichtendienstlichen Zwecken, die nötig wären, da noch immer Versuche
unternommen würden, Rüstungsmaterial in den Libanon zu schmuggeln. Präzise Angaben über solche
Schmuggelaktionen wurden nicht gemacht. In einem Fall mußten französische Soldaten der Friedenstruppe
UNIFIL in Deckung gehen, weil sie von israelischen Kampfflugzeugen bedrängt wurden, die auf Funksprüche
nicht reagierten. Frankreich, das derzeit das Kommando über die UNIFIL führt, hat die Regierung in Tel Aviv
eindringlich gewarnt, daß eine Fortsetzung der Provokationen zu Reaktionen der UNIFIL führen könnte.
Angeblich hat der französische UNIFIL-Kommandeur Alain Pellegrini die UNO darum gebeten, seinen
Truppen Luftabwehrgeschütze zur Verfügung zu stellen. Wie die israelische Zeitung Maariv vor einer Woche
berichtete, haben israelische Militärs daraufhin mit Angriffen auf die UNIFIL gedroht. Israel hat damit einen
wesentlichen Zweck seiner militärischen Provokationen erreicht. Der Zusammenhang ist aber sehr viel weiter
zu sehen: Israels Armee hält im Widerspruch zur Waffenstillstandsvereinbarung und zur Resolution 1701 des
UN-Sicherheitsrats vom 11. August daran fest, ständig den Libanon zu überfliegen. Der Sinn liegt auch darin
den Libanesen ihre Hilflosigkeit vorzuführen und zwar so lange, bis die Hisbollah wieder zuschlägt. Israel will
vorführen, daß weder die Deutschen noch die Franzosen die Libanesen wirklich schützen wollen oder
können. Ergreift dann die Hisbollah wieder die Initiative dient das dann als Beweis für die Bösartigkeit der
Hisbollah.

Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn forderte Israel auf, die UN-Resolution zu beachten, die Flüge Israels über
dem Libanon verbietet. Aber das wird die Israelis wohl auch nicht mehr beeindrucken als der Appell des
französischen Kommandanten der UNO-Truppen.