Gerard Menuhin - ein Freund Deutschlands
Menuhins Rede vom 14.10.2006
(Quelle: phi Nr. 42-43 / 2006)
Vorbemerkung DLB:
Wer die nachfolgende Rede
aufmerksam liest, wird sofort stutzig, wie es kommen kann, daß Herr
Menuhin (wir betonen: er ist jüdischer Abstammung) die heikelsten
Dinge in einer Weise sagt, die so ziemlich jedem Deutschen das Genick
brechen würden.
Die Antwort darauf finden
wir in den Tugenden Wahrheitsliebe und Mut. Wir sollten uns davon eine
Scheibe abschneiden.
Aus: phi Nr. 42-43 / 2006
Gerard Menuhin, selbst Jude mit schweizer Staatsbürgerschaft, der
Sohn des großen jüdischen Violinisten Yehudi Menuhin, sprach
am 14. Oktober 2006 vor mehr als zweihundert Teilnehmern einer Veranstaltung
des zum Thema
"Wer die Wahrheit kennt..."
Hier seine Rede im Wortlaut:
Meine Damen und Herren, Bertolt Brecht meinte: "Wer die Wahrheit
nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge
nennt, ist ein Verbrecher."
Nun, was ist die Wahrheit?
Die Wahrheit ist, dass Deutschland 61 Jahre nach Kriegsende physisch und
psychisch ein besetztes Land bleibt.
Ein Land, in dem nach wie vor amerikanische und englische Truppen stationiert
sind. Ein Land wie ein riesiger Truppenübungsplatz, denn London und
Washington entscheiden nach ihrem Belieben, in welchem Umfang und wo ihre
Truppen in Deutschland bleiben.
Ein Land, in dem es ein Verbrechen ist, manche Themen offen zu diskutieren.
Jedoch regiert die Bundesregierung weiter, als ob Deutschland ein autonomes,
freies Land wäre wie andere westeuropäische Länder. Die
Bundesregierung scheint dankbar nach allen ablenkenden Angeboten und Verlangen
aus dem Ausland zu greifen, um bloß den dringenden Problemen Deutschlands
zu entkommen. Wenn diese Koalition Entscheidungen trifft, sind sie willkürlich
oder unverständlich. Die Rente mit 67, die Erhöhung der Mehrwertsteuer,
die Gesundheitsreform, Soldaten in den Libanon schicken. Jeder fünfte
Steuer-Euro wird benutzt, um die 38 Milliarden Zins auf die Staatschulden
von 1,52 Billionen Euro zu bezahlen. Dennoch gibt der Staat 9 Milliarden
Euro aus, um die Bundeswehr in gefährliche Auslandseinsätze
zu senden. Unzählige Millionen werden verwendet, um neue Synagogen,
Mahnmale, Dokumentationszentren zu bauen. Durch ihre amerikagehorsame
Politik entfremdet die Bundesregierung nicht nur den Nahen Osten, sondern
auch die moslemische Bevölkerung Deutschlands.
Merkel ist es sogar gelungen, den Terrorismus nach Deutschland zu holen
.Doch niemand glaubt, die Politiker der etablierten Parteien hätten
eine Gehirnwäsche durchgemacht. Sie verleugnen einfach die Wahrheit.
Ginge es nach Bertolt Brecht, müsste man also die ganze Bundesregierung
einsperren .
Es scheint den Regierungen westlicher Länder unbegreiflich, warum
ein moslemischer Deutscher zweiter Generation sich plötzlich radikalisieren
und sich als Bombenleger entpuppen sollte. Ist er doch hier zulande geboren,
zur deutschen Schule gegangen, spricht die Sprache des Landes, hat einen
deutschen Pass. Als ob eine Generation einen Menschen so ändern würde,
dass alle seine angeborenen, von seinen Eltern ererbten Eigenschaften
durch einen Pass verschwinden würden!
Das ist eben die Kraft der Kultur und der Beweis dafür, dass alle
Kulturen ihr Zuhause haben und dort am besten bleiben sollten.
Übrigens liegt es auch an der Kultur nicht weniger ausländischer
Kinder, die die Schulen Berlins bevölkern, wenn deutsche Schüler
terrorisiert werden. Im März 2006 legte das von dem früheren
niedersächsischen SPD-Justizminister Christian Pfeiffer geleitete
Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen seinen ausführlichen
Forschungsbericht "Gewalt und Medien im Leben von Kindern und Jugendlichen"
vor. Nach dieser Studie sind junge Türken bei den Tätern um
etwa das Dreifache überrepräsentiert. Im Vergleich zu jungen
einheimischen Deutschen sind junge Türken fast 6,5mal so häufig
Täter. Unter den Ursachen der Jugendgewalt ermittelte das Kriminologische
Forschungsinstitut "schwere innerfamiliäre Gewalt", deren
Opfer türkische Kinder und Jugendliche durchweg am häufigsten
werden, und eine Gewalt legitimierende "Machokultur". Im Vergleich
aller ethnischen Gruppen seien junge Türken mit Abstand am stärksten
an dieser
"Machokultur" orientiert.
Es ist lächerlich, solche Jugendliche Literatur, Mathematik und Fremdsprachen
lehren zu wollen. Sie haben kein Interesse daran. Ihre tradierten Lebensweisen
und ihre Kultur verwerfen solche westliche Erziehung. Während diese
gewalttätigen Jungen Schulen, Bäder usw. zerstören, machen
sie deutschen Kindern ihre Ausbildung unmöglich . Die üblichen
Politiker - Frau Roth, Herr Pofalla, die sich höchstwahrscheinlich
nie in einen solchen Bezirk wagen würden - wollen diese Jungen "integrieren"
und dafür weitere Steuergelder verwenden. Also Geld von Eltern der
verprügelten Kinder zur Unterstützung ihrer Peiniger ausgeben
statt eine gesicherte Ausbildung zu garantieren. Aber ausländische
Intensivtäter sind nicht integrierbar.
Diese schlimmen Erfahrungen in den Schulen und in den Bezirken, die tatsächlich
zu "no go areas" (um den armseligen Herrn Heye hier nicht unerwähnt
zu lassen) für Deutsche geworden sind, signalisieren klar und deutlich,
- dass Deutschland nicht mehr Ausländer verdauen kann;
- dass die Kultur vieler dieser Menschen zu Deutschland nicht passt;
- dass schon die Idee, die Türkei in die EU bringen zu wollen, der
reine Irrsinn ist.
Weniger sensationell sind straffällig gewordene Asylbewerber, die
anstatt sofort ausgewiesen zu werden, eine Strafe auf Bewährung bekommen.
Solche Immigranten braucht kein Land, also warum bleiben sie noch in Deutschland?
Alles hängt irgend wie mit den Ereignissen von 1933-45 zusammen.
Die deutsche Justiz soll nicht zu hart aussehen. Was würde aber passieren,
wenn unerwünschte Ausländer ausgewiesen würden? Ja, es
würde wahrscheinlich Kritik von Seiten der Zionisten und der Gutmenschen
geben. Aber wen kümmert's? Glaubt jemand, dass sich deswegen weniger
deutsche Autos im Ausland verkaufen ließen? Als Folge würden
weniger Asylbewerber nach Deutschland kommen.
Es sollte dem deutschen Volk wie allen anderen Völkern gehen. Es
sehnt sich nur nach seinen eigenen Gewohnheiten, nach Gewissheit, Arbeit,
Freizeit, Sicherheit, nach seinen Kultureigenschaften und einem friedlichen
Leben. Warum sollten diese einfachen Wünsche nicht erfüllbar
sein? Die Deutschen arbeiten fleißig, sie würden gern Kinder
haben, wenn sie nur mehr Vertrauen in die Zukunft haben könnten.
Aber es gab in der zweitausendjährigen deutschen Geschichte nicht
nur Bach, Beethoven und Brahms, Goethe und Schiller, unzählige erfolgreiche
Forscher und Wissenschaftler und große Herrscherdynastien, welche
mit den Königshäusern ganz Europas verwandt waren und sind.
Nein, kehren wir all dies beiseite. Es gab doch die unvergesslichen zwölf
Jahre des Nationalsozialismus. Warum aber sind diese zwölf Jahre
unvergesslich? Hängt der rechtlose Stand Deutschlands nur an Hitler?
Zur Zeit Hitlers gab es in Europa auch die Diktatoren Stalin, Franco und
Mussolini. Unter Stalin sind um die 43 Millionen Menschen zu Tode gekommen.
Liegt es am Krieg?
Das Versailler Abkommen hatte Deutschland in eine Lage gebracht, aus der
nach Meinung vieler damaliger Deutscher nur ein starker politischer Wille
es herausholen konnte. Ich bezweifle, dass Hitler den Weltkrieg wollte.
Er strebte die vollständige Revision der Pariser Vorortverträge
von 1919 an, wozu er auch militärische Mittel einzusetzen bereit
war. Bei seinem schließlich militärischen Versuch, die Danzig-
und die Korridorfrage zugunsten Deutschlands zu lösen, unterschätzte
Hitler die Entschlossenheit der Westmächte, die Deutschland nicht
nur den Krieg erklärten, sondern dann auch die wiederholten deutschen
Friedensinitiativen ablehnten. Nach den sowjetischen Territorialforderungen
in Nord- und Südosteuropa, die Molotow im November 1940 in Berlin
erhob, sah die deutsche Führung Deutschland und Europa umso mehr
durch den Sowjetkommunismus bedroht. So kam es zum Zweifrontenkrieg. 1943-45
verteidigte sich Deutschland tapfer, aber es verlor aufgrund der gewaltigen
Überlegenheit seiner Feinde, die die bedingungslose Kapitulation
verlangten, den Krieg.
All das wäre nach 61 Jahren nur einige Absätze in den Geschichtsbüchern
wert. Hitler wurde möglicherweise zum einen zum Verhängnis,
dass er sich mit Kreisen der so genannten Hochfinanz angelegt hatte. Vor
allem aber war er nicht bereit, den Deutschland ab 1919 zugedachten Platz
- abgerüstet, durch den "polnischen Korridor" in zwei Teile
gerissen, ohne Kolonien und zu Reparationszahlungen bis zum Jahr 1988
verpflichtet - hinzunehmen, während Frankreich, Grossbritannien und
die Sowjetunion über riesige Imperien herrschten. Also war plötzlich
Schluss mit "Appeasement".
Aber auch das begründet nicht, warum die Zeit des Zweiten Weltkriegs
- so schrecklich die damaligen Ereignisse und Verbrechen auch waren -
heute noch in den Medien, Schulen, Universitäten so dominant ist.
Nein, diese Jahre bleiben unvergesslich, weil ein kleiner, damals bekanntlich
besonders hart betroffener Anteil der Weltbevölkerung von der laufenden
Erinnerung profitiert. Dabei haben seine selbsternannten Repräsentanten
alles erreicht, was sie verlangt haben, und - durch ihre deutschen Handlanger
- oft sogar mehr, als sie verlangt haben. Die Judenverfolgung gab es -
und es liegt mir fern, an diesen Verbrechen etwas zu beschönigen
oder gar zu verharmlosen.
Aber vor dem Hintergrund der großen deutschen Wiedergutmachungsanstrengungen,
die in der Geschichte ohne Beispiel sind, empfinde ich es als Frechheit,
was Michael Fürst am 19. September von sich gegeben hat. Herr Fürst
ist der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von
Niedersachsen und ist an sich ein eher gemäßigter Repräsentant
des Judentums. Jetzt aber verlangt er von den Deutschen, sie mögen
ihr - ich zitiere - "unermessliches Anspruchsdenken" herunterschrauben
und sich künftig an weniger Wohlstand gewöhnen .
- Angesichts der unzähligen Millionen deutscher öffentlicher
Gelder, die über Jahrzehnte der zionistischen Sache gegeben worden
sind,
- angesichts der mit öffentlichem deutschem Geld bezahlten Tausende
von Mahnmalen, die die deutsche Landschaft entstellen,
- angesichts des Einsatzes der Bundeswehr im Libanon bei gleichzeitiger
Massenarbeitslosigkeit in Deutschland
ist soviel Chuzpe ein Schlag ins Gesicht jedes deutschen Bürgers.
Diese Äußerung beweist, dass einige dieser Leute nie genug
kriegen. Also müsst ihr Deutschen jetzt mit diesem Unsinn der immer
neuen Wiedergutmachungen aufhören!
Ich plädiere dafür, dass die Menschheit endlich Lehren aus der
Geschichte zieht. Denn es haben sich schon viel zu viele Völkermorde
zugetragen, ohne dass man daraus erkennbar gelernt hätte: 70 Millionen
ausgerottete Indianer, eine Million getötete Armenier und schätzungsweise
sechs Millionen in der Sowjetunion planmäßig als Klasse liquidierte
Kulaken mahnten schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch die UN-Völkermordkonvention
von 1948 konnte drei Millionen deutsche Vertreibungsopfer, 2-3 Millionen
Kambodschaner und über eine halbe Million 1994 in Ruanda getötete
Tutsis nicht retten . Noch heute werden beispielsweise die Kurden verfolgt.
Aber alle diese Opfer haben keine Lobby und kein Netzwerk einflussreicher
Gleichgesinnter. Und schon George Orwell wusste: "Wer die Vergangenheit
beherrscht, beherrscht die Zukunft." Mein Appell lautet daher, aller
Völkermordopfer zu gedenken! Sie alle verdienen unsere Solidarität.
Zurück zu meinem Thema: Als die trotz ihrer Niederlage noch stolze
Generation der deutschen Kriegsüberlebenden ausstarb, standen ihre
Nachkommen der Einschüchterung und der Umerziehung wehrlos gegenüber.
Das gehorsame deutsche Volk ist leider von Natur aus für eine solche
Rolle prädestiniert. Ohne diese Vasallenstellung wären die ganz
normalen Erwartungen des deutschen Volkes jetzt Tatsache. Aber wie sagte
doch Graf Joseph de Maistre (1754-1821):
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient."
Nichts geht über die Kultur und den Frieden. Um beides zu schützen,
gilt als allgegenwärtiges Grundgesetz die Nichteinmischung auf allen
Gebieten, sei es gesellschaftlich, politisch, religiös oder wirtschaftlich.
Das individuelle menschliche Leben ist kurz, aber es ist Teil einer langen
Folge sowie der Vorgänger einer ganzen Reihe weiterer Leben. Das
heißt, dass das Leben des Einzelnen in der Entwicklung eines kulturbestimmten
Stammes stattfindet. Dieser Stamm wird oft von anderen Stämmen oder
Geschehnissen - manchmal schrecklichen -beeinflusst, aber er behält
auch die Spuren der Kultur und Kulturen, die ihn einst geprägt haben.
Diese Spuren zeigen sich manchmal auf ganz offensichtliche Weise, wie
z. B. in Essgewohnheiten, in der Volksmusik, in der Anziehungskraft besonderer
Ort- oder Landschaften, manchmal nur durch unerklärliche Gefühle
oder Vorlieben, die das Unterbewusstsein hervorbringt.
Obwohl geographisch weit entfernte Kulturen sich manchmal zu mischen versuchen,
z. B. in einer Heirat zwischen Asiaten und Europäern oder zwischen
lateinischen und angelsächsischen Menschen, merkt man leider, trotz
anfänglicher Liebe, dass diese verschiedenen Prägungen meistens
nicht auf Dauer mischbar sind. Sie erschweren zusätzlich das schon
nicht einfache tägliche Zusammenleben. Selbstverständlich gibt
es Ausnahmen, aber das sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
Die Kulturen bestehen fort, wenn wir als Individuen nicht mehr hier sind.
Sie sind unser allgemeiner, gesammelter Reichtum. Es bleiben oft auch
handfeste Zeichen unseres Glaubens und menschlicher Tugenden, in der Architektur
zum Beispiel.
Aber diese sind nicht so stark, dass sie Kriege und höhere Gewalt
überstehen könnten. Am stärksten ist der Glaube, mit dem
ich nicht unbedingt nur die Religion andeuten will. Es gibt allerlei Glauben,
persönlich und allgemein, wie die Philosophie und die Künste
belegen.
Wer den Reichtum der verschiedenen Kulturen bewahren will, darf keine
gewaltsame Einmischung betreiben. Der Austausch zwischen Kulturen findet
am natürlichsten statt, wenn er, wie bei Pflanzen, auf organische
Weise vorgeht. Hier ist ein Vergleich mit der Medizin nützlich. Gegenwärtig
sucht man eine sofortige Lösung für alle physischen Probleme.
Wenn man Kopfschmerzen hat, greift man nach einer Pille. Es gibt aber
immer Nebenwirkungen. Je stärker solche Sofortmaßnahmen und
je öfter zu ihnen gegriffen wird, desto größer die Nebenwirkung.
Nicht anders geht es bei gewalttätigen Einmischungen wie Krieg. Ein
Krieg kann zwar dem Stärkeren einen Sieg, Land und Bodenschätze
bringen, aber die Folgen für das eroberte Volk wie für die Umwelt
sind katastrophal. Noch schlimmer wird es, wenn der Angreifer nichts mit
den Angegriffenen gemein hat. Abhängig davon, wie schlimm und wie
langdauernd der Eingriff, kann das Wiederherstellen des Gleichgewichtes
Generationen dauern, wenn es überhaupt je stattfinden kann. So ist
es im Irak. Es ist zwar einfach für ein untergebildetes Volk wie
das US-amerikanische, mit einer höchst modernen Armee ein Land, vor
dem es keinen Respekt und von dem es keine Ahnung hat, zu zerstören,
um danach irgendwelchen unausgereiften Plänen folgend ein Marionettenregime
einzusetzen und sich Zugriff auf die dortigen Bodenschätze zu verschaffen.
Aber in der Realität sieht es natürlich ganz anders aus. Und
selbst diese immense Katastrophe ist nur mäßig im Vergleich
zu der Ausbreitung dieses Krieges nach Syrien und Iran, wie Amerika und
Israel sie wünschen. Die Schlussfolgerung ist, dass keine Einmischung
stattfinden soll; dass jeder Staat eine eiserne Neutralität bewahren
muss.
"Trotz aller Anstrengungen eines Jahrhunderts der Philosophie werden
die meistzivilisierten Reiche immer der Barbarei so nah sein wie der meistpolierte
Stahl dem Rost", schrieb der französische Schriftsteller Antoine
de Rivarol (1753-1801).
Niemand hat je behauptet, so viel ich weiß, dass Amerika zivilisiert
wäre. Amerikaner haben zwar den Staubsauger und die Klimaanlage erfunden
und eine Menge sonstige Sachen, die unser tägliches Leben teils erleichtern
und teils erschweren. Aber Amerikaner haben auch eine Menge Massenvernichtungswaffen
entwickelt und - was viel schlimmer ist - benutzt.
Wer in Amerika keinen Toaster, keinen Staubsauger und keine Klimaanlage
kauft kann in der Gosse verrecken. Eine Studie zeigt, dass unter den Staaten,
wo das Geld am ungerechtesten verteilt ist, Amerika an 36. Stelle steht
- sogar vor Russland, das die 54. Stelle einnimmt. Also sollten wir nicht
staunen, wenn Amerika als einzige Supermacht im 21. Jahrhundert die Barbarei
als günstigsten Weg zur Weltbeherrschung neu entdeckt hat. Also über
zwei Jahrhunderte nach den Barbareien der französischen Revolution
und der Kriege Napoleons, auf die die Bemerkung Rivarols begründet
ist.
Was heißt aber "zivilisiert sein" genau? Gewiss gehört
dazu Weisheit, Erfahrung, Menschenkenntnis, nicht nur das praktische Denken
und Fakten beherrschen. Zivilisiert sein darf nicht mit Gefälligkeit
verwechselt werden. Der Schwächere benimmt sich nur vernünftig,
wenn er gegenüber einem Stärkeren höflich vorgeht. Zivilisiert
verhält sich, wer mehrere Möglichkeiten zu Verfügung hat,
aber sich für eine langfristige Lösung entscheidet, eine Lösung
die allen Beteiligten gerecht erscheint.
In diesem Fall würde es heißen, Amerika, das es für politisch
unumgänglich hält, soviel Erdöl wie möglich zu bekommen,
um die Preise möglichst tief zu halten, müsste das nötige
Erdöl von den üblichen Quellen kaufen, so wie alle anderen Staaten
es tun. Andererseits könnte die amerikanische Regierung auf diesem
wie auf manchen anderen Gebieten erwachsen werden und den Preis einer
Gallone Benzin, womöglich durch Steuern, die der Umwelt zu Gute kommen,
endlich so erhöhen, wie es in europäischen Ländern der
Fall ist. Dass das politisch unmöglich ist und den sofortigen Abgang
eines Befürworters bedeuten würde, dient dem wirtschaftlichen
und dem zionistischen Gedankengut, die zusammen trotz der Niederlage im
Irak immer noch die wichtigste Rolle in Amerika spielen.
Man stelle sich vor: Eine Regierung, die mehr als alle früheren wirtschaftlichen
Interessen dient und mit wirtschaftlichen Führern besetzt ist. Daneben
ein Militär, das stets aufgestockt und mit neuen Mitteln beglückt
wird, sei es mit Stealth Bombern, mit Drohnen oder mit DU-Geschossen,
also Waffen mit abgereichertem Uran. Das vereinbarte Ziel ist gemeinsam.
Nur, wie verkauft man es erstens den Abgeordneten und zweitens dem Volk?
Ja, man erfindet und fördert einen "Krieg gegen den Terrorismus"
und für die "Demokratie"; man entdeckt Feinde (Länder,
die zufällig auch erdölreich sind). Diese Bedrohung führt
man dem ohnehin unbelehrten amerikanischen Volk auf patriotische Weise
vor Augen, besonders auf Fernsehkanälen wie Fox-TV, die bei den einfachsten
Menschen beliebt sind. Diese Strategie wird dadurch erleichtert, dass
es schon reichlich Zündstoffe gibt. Die Provokation der jahrhundertelangen
Kolonisation im Nahen Osten tut ihre Wirkung.
Es wird seit einiger Zeit von manchen gebildeten Menschen behauptet, dass
der angeblich von arabischen Terroristen geplante, bis jetzt größte
Anschlag auf den Westen im September 2001, entweder im voraus den amerikanischen
Behörden bekannt war, ohne dass diese eingegriffen haben, oder dass
diesem Ereignis ogar von Behörden nachgeholfen wurde. Mit durchaus
eindrucksvollen Berichten und Bildern wurden so die offiziellen Erklärungen
in Zweifel gezogen. Ich denke dabei zum Beispiel an die umstrittene Videodokumentation
"Loose Change"!
Obwohl dies höchstwahrscheinlich eine Übertreibung von Verschwörungstheoretikern
ist, verkauft es sich so gut, dass man den Schluss daraus ziehen muss,
dass der Bürger kein Vertrauen mehr in seine Regierung hat. Warum
sollte er auch?
Regierungen sind volksferner denn je, vielleicht weiter weg, als es einst
Könige waren - obwohl wir durch die Gleichberechtigung, die Demokratie
und obendrein noch die Multikultur gesegnet sein sollen.
Also ist der "Feind" gefunden. Aber wen begünstigt ein
Krieg gegen solche Feinde zumeist, wer ist in den Reihen der amerikanischen
Regierung seit eh und je vertreten? Der Staat Israel. Die Ziele Amerikas
und die Israels passen perfekt zueinander. Während Amerika das Erdöl
an sich reißt, werden die arabischen Länder um Israel zunichte
gemacht. Daher darf Israel Amerikas Stellvertreter (auch "Rottweiler"
genannt) im Nahen Osten spielen und das amerikanische Machtstreben durchführen.
Gleichzeitig wird der Traum Israels nach einem Reich erfüllt, wie
die Zionisten es aus der Bibel zu begründen versuchen. Übrigens
scheint es inzwischen fast eine Tatsache, dass Israel schon seit langem
ein Reich besitzt - es heißt Amerika. Angeblich sagte Sharon im
Oktober 2001 zu Perez, als Letzterer ihm riet, die Amerikaner nicht gegen
Israel aufzubringen: "Mach' dir keine Sorgen um amerikanischen Druck
auf Israel. Wir, das jüdische Volk, beherrschen Amerika, und die
Amerikaner wissen es ."
Auf alle Fälle arbeiten diese zwei Staaten längst zusammen,
um ihre gemeinsamen Ziele zu erreichen. Die National-Zeitung meldete auf
überzeugende Weise, wie UN-Beobachter den Ablauf der ersten Tage
des israelischen Einfalls im Libanon berichteten - bis diese UN-Beobachter
zu lästig und durch ein "zufälliges" israelisches
Bombardement getötet wurden. Ein "Zufall", der trotz modernster
zielsicherer Waffen passierte und Proteste seitens der UN hervorrief.
Es soll angeblich sogar Telephonate zwischen dem UN-Hauptsitz in New York
und der iraelischen Regierung in Tel Aviv gegeben haben. Als Ausrede beruft
sich Israel - das keine unabhängige Kommission zur Untersuchung des
Falles erlauben wollte - auf falsche Landkarten.
Zur Erinnerung: Nach der Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad
am 7. Mai 1999, bei der drei chinesische Journalisten getötet und
20 Diplomaten verletzt wurden, behauptete der amerikanische Verteidigungsminister
Cohen ebenfalls: "Eines unserer Flugzeuge griff das falsche Ziel
an, weil die Befehle zur Bombardierung auf der Grundlage eines veralteten
Stadtplans gegeben worden waren."
Das glaubt doch keiner. Die meisten werden in ihrer täglichen Zeitung
nicht über den Ablauf der Dinge informiert. Sie werden nicht wissen,
dass ein Hirtenjunge von den Israelis erschossen wurde, um die Hisbollah
zu provozieren. Nachdem diese sich dann drei israelische Soldaten als
Geisel genommen hatte, schien es an der Zeit, den längst geplanten
Einfall anzufangen.
Der UN-Generalsekretär hat gegen den willkürlichen Mord an seinen
Blauhelmen zwar formell protestiert, aber natürlich ging es nicht
weiter. Man war sogar überrascht, dass es soweit kommen könnte
- dass ein Mann in einer von der USA beherrschten Position gegen eine
Handlung Israels protestieren würde. Merkwürdig! Es folgte auch
die Sammlung von Geldern unter der "internationalen Staatengemeinschaft",
um den Wiederaufbau des Libanon zu ermöglichen. Kein führender
westlicher Politiker hat die selbstverständliche Frage gestellt,
warum der allein Verantwortliche Israel nicht bezahlen sollte. Vor kurzem
gab ein israelischer Offizier zu, Israel hätte Millionen "Clusterbombs",
also Splitterbomben, auf den Libanon abgeworfen. Diese Bomben stellen
eine akute Gefahr besonders für Zivilisten dar.
Nicht nur hat Israel den halben Libanon in Schutt und Asche gelegt - mit
Begründungen, die eine Beleidigung jedes nur halbintelligenten Menschen
darstellen -, sondern es hat diesen Angriff auf Wunsch Amerikas durchgeführt,
als Probe für den kommenden Krieg gegen Iran und Syrien. Israel könnte
sich den Wiederaufbau sogar leisten, bekommt das Land doch jährlich
drei Milliarden Dollar als Unterstützung aus Amerika, um nicht die
anderen erpressten Millionen zu erwähnen. Genau soviel soll der Wiederaufbau
kosten. Und jetzt soll einfach öffentliches Geld, also unser Geld,
um diese Kosten zu decken, aus dem Ärmel geschüttet werden.
Nicht dass die armen Libanesen es nicht verdienen. Aber man fragt sich
doch, ob die ganze Übung zwecklos ist, da das Land vielleicht nach
dem Willen Israels und Amerikas schon bald nochmals zerstört werden
könnte.
Wiedergutmachungen wurden nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg von den
Siegern und später unaufhörlich von den Zionisten von Deutschland
verlangt. Aus unerklärlichen Gründen aber darf der Libanon solche
nicht von Israel verlangen.
Dass die Mehrheit der Menschen von diesen Ereignissen hilflos wegschaut,
hilft natürlich der amerikanisch-israelischen Strategie. Auf einer
Seite stehen die USA, bis an die Zähne mit Massenvernichtungsmitteln
bewaffnet, aber mit einer Bevölkerung, die von Ignoranz durchtränkt
- eigentlich gegen jedes Wissen über das Weltgeschehen imprägniert
- ist. (Man stelle sich vor, wie anders die Welt würde, wenn Amerika
seiner Bevölkerung ein bisschen mehr allgemeine Bildung bezahlen
würde. Es gäbe dort ganz andere Verhältnisse. Zum Beispiel
gute öffentliche Verkehrsmittel, also keinen überhöhten
Benzinverbrauch; einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt; Kenntnis
historischer Ereignisse und Respekt gegenüber anderen Ländern,
Rassen und Religionen - also ein gebildetes, zivilisiertes Land.)
Auf der anderen Seite stehen die Zionisten, die einige Jahrzehnte gehabt
haben, um ihr Spiel höchst raffiniert zu entwickeln. Um dieses Spiel
zu verstehen, muss man nur merken, wie sie immer wieder mit ihrer "Antisemitismus"-Leier
kommen. Da es immer wieder Gelegenheiten gibt, auf einen Fall von angeblichem
"Antisemitismus" zu verweisen, weil jeder - auch ein Jude -
sich über irgendeinen jüdischen Gegenstand, ein Buch, eine Meinung
negativ äußern könnte,kann dieser Begriff ewig am Leben
erhalten werden. Dabei ist der Begriff "Antisemitismus" eigentlich
bedeutungslos. Araber sind auch Semiten. Der Ausdruck "Antisemit"
ist lediglich ein Propagandawort, das benützt wird, um Angst zu erzeugen
und unliebsame Diskussionen abzuwürgen. Und solange wir das zulassen,
wird es nicht nur weitergehen, sondern es wird schlimmer werden. Obwohl
Europäer noch relativ gebildeter sind als ihre amerikanischen Zeitgenossen
haben wir offensichtlich nicht den Mut, gegen den Missbrauch der Geschichte
zu kämpfen. Was aber nicht erklärt, warum wir nicht gegen den
Missbrauch von unser aller Steuergeld zu kämpfen versuchen.
Wieviel die EU oder einzelne europäische Staaten gegen diesen Welteroberungswahn
tun können oder wollen, bleibt offen. Da eine Einmischung immer Geld
kostet und am Ende wahrscheinlich nur zusätzliche Feinde erweckt,
wäre davon abzuraten. Aber bis jetzt sind die meisten europäischen
Regierungen allein oder im Rahmen der EU Amerika brav nachgefolgt. Unter
einer anderen Regierung erhoffte man von Deutschland, es würde sich
neutral halten und nur humanitäre und wirtschaftliche Beziehungen
zu anderen Ländern pflegen. Deutschland hat genügend innere
Probleme.
Aber wie fast alles heutzutage, ist die Politik eine Sache von Wahrnehmung
und nicht von Tatsachen, von Schein und nicht von Sein. Und die Außenpolitik,
die zwar viel kostet, aber eine unendliche Geschichte ohne klare Bewertungsmaßstäbe
ist, dient zur Ablenkung von der Innenpolitik.
Vermutlich hat Frau Merkel nie Zweifel gehabt, mindestens seitdem sie
die Gleichgültigkeit gelernt hat. So geht es Menschen, die zu viel
Wechsel im Leben erleben, wenn sie nicht stark genug sind, um an ihrem
Kernglauben fest zu halten, oder, wie es zweifellos der Fall bei Frau
Merkel ist, wenn sie keinen Kernglauben haben. Die Starken behalten ihren
Glauben, auch wenn alles andere um sie zerfällt. Die meisten passen
sich an. Wenn man sich mehrmals angepasst hat, wird es Gewohnheit, an
überhaupt nichts zu glauben. Also lernt man sehr schnell einen völlig
neuen Weg zu gehen, einen Weg, zum Beispiel, wie der, den Merkel vor der
letzten Wahl von Amerika zurückbrachte. Ob sie es selbst entdeckt
hat, bleibt fragwürdig, aber sie hat erkannt, dass Deutschland immer
mehr Amerika nachmacht, also war es an der Zeit, auch amerikanische Wahlmethoden
nachzumachen. Als die "Angie" von ihrer Reise zur der Quelle
der Weisheit USA zurückkam, brachte sie Sprechchöre, Luftballons
und die neue CDU-Partei-Farbe: orange mit. Wenn wir die Redensart "Farbe
bekennen" verwenden, meinen wir: echte Gefühle zu zeigen. Aber
in diesem Fall ging es um das genaue Gegenteil, es ging um eine fröhliche
Tarnung: orange. Vor ein paar Ausgaben habe ich in meiner Kolumne über
die Farbe orange und ihre hintergründige Bedeutung berichtet.
Es kann sein, dass man sich manchmal hoffnungslos fühlt, wenn man
sieht, wie gut es einem Joseph Fischer geht, einem Menschen, der fast
ohne Bildung jetzt in Princeton lehrt. Wie ist es möglich, fragt
man sich, dass so einer es so weit bringt? Ja, heutzutage gilt weder die
Erfahrung noch die Weisheit noch der gute Charakter. Ob man seinem Land
dient, ist sekundär. Hauptsache man kommt voran. Niemand weiß
mehr, wie es gehen sollte, also ist alles möglich. Man muss diese
Ernennungen nicht zu ernst nehmen. Wenn man die Hintergründe kennt,
sind es nur die zu erwartenden Belohnungen für so viel Kriecherei
vor der üblichen Gruppe, bei der Fischer sich während seiner
Amtszeit beliebt gemacht hat.
Als ich einige Monate in den frühen achtziger Jahren in München
verbrachte, sagte mir ein Münchner: "Die Deutschen sind keine
guten Demokraten". Natürlich protestierte ich. Ich wies diese
Meinung unter Hinweis auf verschiedene gesellschaftliche Tatsachen zurück.
Aber der Satz ist mir im Kopf geblieben. Was meinte dieser Mann genau?
Meinte er, dass die Deutschen, als sie in einer hoffnungslosen Lage waren,
Hitler gewählt hatten und bei allen nachfolgenden Ereignissen mitmachten?
Oder meinte er etwas anderes, eine Charaktereigenschaft, die in der deutschen
Seele seit Jahrhunderten verankert ist?
Ich bin kein Historiker. Aber es scheint mir, dass die Meinung, die Deutschen
seien keine guten Demokraten, auch historisch begründet werden könnte:
1849 stand das Land am Scheideweg. Es hätte sich für eine Verfassung
entscheiden können, aber diese scheiterte am Widerstand der deutschen
Fürsten, insbesondere des Königs von Preußen. Man stellte
Militarismus über Liberalismus, die Obrigkeit über das Parlament,
Partikularinteressen über Menschenrechte.
Nach der Reichsgründung 1871 ging in Berlin der wirtschaftliche Aufschwung
so schnell voran, dass er dem von New York oder Chicago vergleichbar war,
und alle hatten Anteil daran. Umsonst wurde gegen Bismarck sogar zum Steuerboykott
aufgerufen. Der Wohlstand war überzeugender. Das Ergebnis gab später
den Kritikern Deutschlands Munition in ihrem Treiben gegen die Deutschen
als angebliches "Militärvolk".
Selbstverständlich nimmt man Deutschland in Schutz, weil die Nation
erst so spät staatlich zusammengewachsen ist und erst in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts Berlin zur Hauptstadt erkor und weil
sich alle auf die rasch wachsende Wirtschaft konzentrierten.
Später, als Kaiser Wilhelm II. an die Macht kam und er sich von Bismarck
trennte und 1894 von Bülow als Kanzler einsetzte, gab es große
Unzufriedenheit. Aber Ungehorsam oder Rebellion wären undenkbar gewesen.
Das Volk beugte sich rückgratlos der imperialen Laune. Warum duldete
das deutsche Volk ein solches Regime? Das Bürgertum nahm auch die
konstante kaiserliche Verweisung auf "meine Armee", "meine
Marine", "meine Soldaten" hin, obwohl diese Kräfte
doch mit Steuergeldern erhalten wurden. Damals waren vielleicht die lehensartigen
Verhältnisse der deutschen Gesellschaft schuld, in der die Uniform
des deutschen Offiziers über alles ging.
Dazu kam der nicht zu unterschätzende wachsende Materialismus. Wieder
wollte man nicht mit Fragen der Konsolidierung der Gesellschaft des neuen
Deutschlands an Erfolg und Wohlstand rütteln. Von Berlin aus unterstützte
der Historiker und Schriftsteller Heinrich von Treitschke den Glauben,
dass alles dem Staat untergeordnet sein sollte, um Deutschland zu mehr
Macht, Weltgeltung und Größe zu verhelfen. Das spät vereinte
Deutschland hatte in kürzester Zeit mehr in Sachen Fabrikation und
Export erreicht als manche alt-demokratischen Länder Europas. Und
das ohne durch tiefgreifende inländische politische Fragen gestört
zu werden.
Nach dem Ersten Weltkrieg hofften die Sozialdemokraten, die überfälligen
Reformen durchzusetzen, aber der Reichstag setzte seinen kleinmütigen
Kurs fort und erlaubte der Regierung und dem Militär alle Probleme
zu lösen. Mit der Objektivität der dazwischenliegenden Jahrzehnte
und im Vergleich mit anderen europäischen Demokratien kann man sich
die Frage stellen, ob es möglicherweise heute Parallelen zu der damaligen
Lage gibt?
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wollte und durfte das deutsche Volk sich
nicht an den schwierigen Fragen die Finger verbrennen. Ich erinnere mich
an meine Schulzeit in Deutschland. Damals schien es mir, dass alle formell
gekleideten deutschen Männer einen dunkelblauen Anzug trugen, der
höchstwahrscheinlich ihr einziger Anzug war. Man fuhr Opel Kadett
oder Ford Taunus. Man war bescheiden, tüchtig, sachlich. Der Horizont
war ja durch den Kalten Krieg begrenzt. Ab den späten siebziger Jahren
schien politisch nur die Umwelt die Allgemeinheit zu interessieren. Dadurch
kam auch die Grüne Partei ins Leben, die sich zur wichtigsten Umweltpartei
der Welt entwickelte, mit einem berechtigen Anliegen - aber leider linksstehend
und von Chaoten überfüllt. Per Definition muss eine Umweltpartei
ewig in Opposition bleiben, um zu funktionieren. Einmal an die Macht gekommen,
sind die Grünen eine typische, etablierte politische Partei geworden.
Sie kümmern sich weniger um Umweltthemen als um Außenpolitik.
Dank ihnen und ihren zerstörerischen anti-deutschen Gedanken wurden
die Schleusen zur Einwanderung geöffnet und Tausende völlig
unwürdige, wenn nicht gar kriminelle Menschen bekamen eine Einreisebewilligung.
Das deutsche Volk aber ließ seine Regierungen ohne Widerstand die
Entscheidungen treffen. Mit den Folgen dieser Entscheidungen leben wir
heute.
Wenn ein Volk die Wirtschaft an die Stelle der Politik stellt, wie es
in den ersten Jahren des Zweiten Reiches oder nach dem Zweiten Weltkrieg
während des Wiederaufbaus Deutschlands der Fall war, gibt es statt
eines Auseinanderziehens ein gemeinsames Streben. Daraus entsteht ein
gemeinsamer Vorteil und ein allgemeiner Erfolg. Aber nach dem Erreichen
der sozialen Marktwirtschaft, spätestens in den achtziger Jahren,
als es allen ziemlich gut ging und man sich mehrheitlich nach Unterhaltung
sehnte, ist das Volk den Berufspolitikern ausgeliefert worden. Gegenwärtig
wird die Gesellschaft auseinandergetrieben durch die Machenschaften von
mehreren politischen Parteien, die sich wichtig machen oder miteinander
konkurrieren, nur um an der Macht zu bleiben oder zur Macht zu kommen.
Durch ihre Kultur und ihre Geschichte haben alle Völker ihre eigene
Weise, mit ihrer Politik und ihren Politikern umzugehen - man könnte
auch sagen: wehren sich die Völker Europas mit verschiedenen Methoden
gegen ihre Politiker.
In Italien z. B. macht die Wirtschaft erfolgreich weiter an der dortigen
Politik vorbei. Es hat seit dem Krieg in Italien 61 Regierungen gegeben.
Irgendwie, trotz Krise, trotz Streiks, trotz Skandalen, trotz einer der
grössten "kommunistischen" Parteien, ob unter Berlusconi
oder Prodi, läuft die Wirtschaft, laufen insbesondere die kleinen
und mittleren Unternehmen gut.
In England, wo seit Jahrhunderten die Gewohnheit besteht, in allen Sachen
durchzuwursteln statt langfristig zu planen, geht es dementsprechend dem
Volk im Vergleich mit den fortschrittlichsten kontinentalen Ländern
nicht so gut. Es fehlt an Lebensfreude, an Lebensqualität. Angeblich
möchte ein Drittel der Bevölkerung auswandern. Aber gleichzeitig
boomt die Wirtschaft. Internationale Großfirmen haben in England
viel aufgekauft, zum Beispiel gehören manche Wasserversorgungsfirmen
französischen Gesellschaften. Der Mangel an Amtsschimmel und Gesetzen
im Vergleich mit Deutschland oder Frankreich- ein Ergebnis des Durchwurstelns
- und die allgemeine Inkompetenz der Ureinwohner locken ausländische
Firmen nach England.
In Deutschland leidet das Volk nicht nur unter wirtschaftlich schwierigen
Zeiten für kleine und mittelständische Unternehmen, sondern
auch unter dem vorauseilenden Gehorsam der Herrschenden gegenüber
anderen Ländern und fremden Interessen. Das Volk fühlt sich
in seinem täglichen Leben unterdrückt. Es werden keine deutschen
Kinder geboren, nicht nur weil junge Ehepaare sich keine Kinder leisten
können, sondern auch, weil die Zukunft Deutschlands nicht optimistisch
macht.
Übrigens habe ich vor anderthalb Jahren in der National-Zeitung eine
gewisse Sympathie mit dem Gedanken eines Steuerboykotts durchblicken lassen,
und zwar um gegen die Zahlungen an die EU zu protestieren. Heute wäre
ein Signal gegen die Verschwendung noch sinnvoller, noch dringender. Aber
die Deutschen sind keine guten Demokraten. Hier schlägt die negative
Seite dieser Eigenschaft durch. Die Deutschen würden es nie wagen,
sich zu organisieren, möglicherweise durch einen Verein oder eine
gewerkschaftsähnliche Gruppe, um ihre Steuern zurückzuhalten.
Zwar demonstrieren manche mit Unterstützung der Grünen und internationaler
Umweltgruppen gegen die Castortransporte, aber niemand blockiert eine
Hauptachse wegen der täglichen Umweltverschmutzung durch den Lastwagenverkehr
- wie es mehrmals in Österreich der Fall gewesen ist. Man kann daraus
durchaus den Schluss ziehen, dass, obwohl die Regierungen den Ton angeben
und oft den falschen dazu, es die eingefleischte Laune des Volkes ist,
die die Zustände bestimmt. Mit der Demokratie sind die Deutschen
als Volk zwar in Berührung gekommen, sie haben aber nie die Erfahrung
echter Volksherrschaft gemacht.
Als Schweizer Staatsbürger bin ich der Überzeugung: Eine echte
Demokratie ist nur ein Land, das Volksbegehren und Volksentscheide in
konkreten Sachfragen kennt. Erst vor kurzem habe ich einen Beitrag geschrieben,
in dem ich zu mehr Demokratie, mehr Wahlbeteiligung aufrief. Wenn wir
feststellen, dass überall auf der Welt die Politiker der einzelnen
Länder, ob in der EU, ob in der UN, untereinander mehr Gemeinsamkeiten
haben als mit ihren eigenen Landsleuten, heißt das wahrscheinlich,
dass umgekehrt auch die einzelnen Völker mehr Gemeinsames miteinander
haben als mit ihren eigenen Vertretern. Also sollten wir als Völker
unsere zwar gewählten, aber nicht ausgewählten Politiker ignorieren.
Täglich zeigen sie uns doch nicht nur, wie unfähig sie sind,
unsere Probleme zu lösen, sondern sie schaffen uns noch schlimmere
Probleme. Mag sein, dass deutsche Regierungen keine echte Demokratie erlauben,
aber das deutsche Volk nützt auch seinerseits seine demokratischen
Möglichkeiten nicht voll aus.
Der deutschstämmige amerikanische Journalist Henry H. Mencken (1880-1956)
stellte fest:
"Der ganze Zweck praktischer Politik besteht darin, die Bevölkerung
in Alarmstimmung zu halten, so dass sie nach Sicherheit schreit, indem
man sie ununterbrochen mit einer Reihe imaginärer Kobolde in Angst
versetzt."
Mencken hat auch gesagt:
"Jeder anständige Mensch schämt sich der Regierung, welcher
er unterstellt ist."
Menckens bekanntester Spruch aber war:
"Keiner ist je dadurch bankrott gegangen, dass er die Intelligenz
des amerikanischen Volkes unterschätzt hat."
Das Problem liegt aber gerade darin, dass wir, dank unserer Politiker,
diesem krassen Volk unterstellt sind. Endlich, wenn auch zu spät,
hat auch das amerikanische Volk entdeckt, wie es in eine Sackgasse geführt
wurde. Wie umsonst um die 3.000 amerikanische Soldaten allein im Irak
sterben mussten und um die 12.000 physisch oder psychisch krank gemacht
wurden. Die Nationalschande von Vietnam hat Amerika nichts beigebracht.
Das Land steckt schon wieder in einem Sumpf.
Seine Verbündeten in der "Koalition der Willigen" lassen
es einer nach dem anderen fallen.
Bald wird eine neue Regierung in Amerika gewählt. Aber auch wenn
die Demokraten zur Macht kämen, auch wenn alle gegenwärtigen
Berater Bushs herausgeworfen würden, würde die Politik sich
nicht radikal ändern. Amerika kann seine Sucht nach billigem Erdöl
nicht zügeln. Also wird es weiter versuchen, die Quellen davon zu
kontrollieren. Die Überwachungsgesetze des sogenannten "Patriot
Act" - als ob alle Gegner dieses Gesetzes unpatriotisch wären
- sind jeder Regierung zu wichtig, als dass sie rückgängig gemacht
würden. Der "Krieg gegen den Terror" wird weiter getrieben,
es ist einfach wirtschaftlich und politisch zu vorteilhaft. Und vor allem
werden die gleichen Interessen hinter den Kulissen weiter die Politik
lenken, wie sie es seit hundert Jahren in Amerika gemacht haben und wie
sie es, folgt man manchen Historikern , seit dem 4. Jahrhundert in Europa
gemacht haben.
Warum macht Frau Merkel da mit? Warum dient sie diesen Verlierern? Wahrscheinlich
ist es einfacher, den schon von vielen deutschen Regierungen eingeschlagenen
Weg zu gehen. Aber ist es praktischer -wenn es nicht funktioniert?
Nicht aus irgendwelchen "historischen Gründen" sollte es
keinen Bundeswehr-Einsatz im Libanon geben. Es ist auch nicht so, dass
die Deutschen ihr Mitleid und Mitgefühl für das libanesische
Volk nicht zeigen sollen. Aber erstens kann sich Deutschland diesen weiteren
Einsatz finanziell nicht leisten und zweitens sollten überhaupt keine
derartigen Abenteuer im Ausland gewagt werden. Drittens mischt sich Deutschland
damit nun auch im Libanon ein und riskiert das Leben seiner Bürger,
um wieder gut zu machen, was Israel zerstört hat.
Neulich hat die National-Zeitung eine 3-teilige Serie über Skandinavien
veröffentlicht. Darin konnte man lesen, wie vorteilhaft die hohen
Steuern dort sind, weil z.B. der schwedische und finnische Staat im eigenen
Land soviel ausgeben. Der Staat gibt also schwedisches Geld für schwedische
Interessen in Schweden aus. Es sind keine "Hilfen", sondern
ganz normale staatliche Maßnahmen. Warum kann sich Schweden soviel
leisten? An erster Stelle, weil Skandinavien traditionell ein anderes
Verständnis von der Verbindung zwischen Staat und Bürger hat.
An zweiter Stelle ganz einfach, weil Skandinavien nicht erpressbar ist
und daher kein Geld für unnötige Zwecke, seien es immer neue
"Mahnmale" oder Blauhelme im Libanon, verschwenden muss. So
einfach ist es.
Man muss also annehmen, dass die Merkel das Wort "Sanierungsfall"
doch nicht versteht und nur als politischen Slogan benützt. Warum
sonst würde sie den Steuerzahlern, die nur noch 45 % der Bevölkerung
ausmachen, und den sich daraus rekrutierenden kaufkräftigen Deutschen
eine 19-%-Mehrwertsteuer aufbürden?
Frau Merkel wirft mit großen Wörtern herum, aber findet keine
entsprechenden Lösungen. Warum macht sie das? Ist sie nicht stolz,
Deutsche zu sein - und einen Posten erreicht zu haben, wo sie mindestens
ihr Bestes geben könnte, um ihrem Land zu helfen?
Nein, Frau Merkel hat das, was sie erreicht hat, für sich selbst
erreicht. Sie ist Kanzlerin, sie ist bekannt und gefeiert. Sie kann am
Tisch im Kanzleramt präsidieren. Das war's.
Udo Voigt, Bundesvorsitzender der NPD, hat in der National-Zeitung neulich
beschrieben, wie es dem normalen Bürger in Berlin geht. Ich zitiere:
"Gerade hier in Berlin mit 17,4 % Arbeitslosen - in einigen östlichen
Bezirken der Stadt sind bis 24 % arbeitslos - wird die zunehmende Verarmung
der deutschen Bevölkerung allgegenwärtig. Die Häuser verfallen
mehr und mehr und die Menschen können sich nichts Vernünftiges
mehr zum Anziehen kaufen. Darüber hinaus müssen in Berlin täglich
bis zu 12.000 Kinder karitative soziale Einrichtungen aufsuchen, um wenigstens
eine warme Mahlzeit am Tag zu bekommen."
Wie sind solche Verhältnisse in der Hauptstadt Deutschlands, in einem
entwickelten europäischen Land zu
erklären? 1995 besuchte ich die Gegend, wo ich zuletzt in Los Angeles
gewohnt hatte. Es ist ein mittelständischer Stadtteil, neben Beverly
Hills liegend. Dort gibt es ein Einkaufzentrum mit Safeway-Supermarkt.
Als ich in den frühen achtziger Jahren dort wohnte, war es ein solides
aber lebendiges Gebiet, mit allerlei blühenden kleinen Läden.
Jetzt bemerkte ich mehrere große Kartons vor dem Safeway-Supermarkt,
in dem Menschen lebten, ganz wie in New York. Ja, in Amerika kann man
Millionär werden, zum Beispiel wenn man ein Kinder verdummendes Plastikspielzeug
erfindet. Man kann aber auch, von der Gesellschaft völlig vernachlässigt,
auf der Straße vor Kälte und Hunger sterben.
Aber in Europa, in dem exportstärksten Staat Europas mit seiner sozialen
Marktwirtschaft, können doch solche Verhältnisse nicht vorkommen!
Tausende deutsche Kinder können nicht auf der Straße leben,
wie um 1929, zur Zeit des Wall Street Crash! Doch das können sie
und zwar nur einige Gehminuten von der monströsen Holocaust-Gedenkstätte
entfernt, einem grotesken Betonmeer, das nur der Vergangenheit dient,
aber Millionen Euro öffentlicher Gelder verschlungen hat. Millionen,
die gegen Kinderarmut hätten eingesetzt werden können. Aber
im Kanzleramt ist man auf diesem Auge blind.
Nach dem Armutsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2005 ist der Anteil
der Armen an der Bevölkerung zwischen 1998 und 2003 von 12,1 Prozent
auf 13,5 Prozent gestiegen. Der Anteil der reichsten zehn Prozent der
Deutschen am Gesamtvermögen stieg im gleichen Zeitraum von 44 auf
47 Prozent. Als "arm" gilt hierzulande, wer weniger als 60 Prozent
des mittleren Pro-Kopf-Einkommens hat.
Die Situation in der Hauptstadt ist noch um einiges dramatischer: In Berlin
liegt der Anteil der Armen nach dem Sozialatlas bei 15,6 Prozent. Tendenz:
weiter steigend. In Berlin lebt jedes vierte Kind unter sieben Jahren
von der Stütze. Die Gesundheitsreform mit Praxisgebühr und Medikamentenzuzahlung
und die Kürzung der Arbeitslosenhilfe auf Sozialhilfeniveau haben
die Situation noch verschärft.
Frau Merkel hat die Wahl. Sie könnte sich doch für ihr Volk
einsetzen. Dafür sind Politiker doch beauftragt. Im Krieg oder wenn
das Volk leidet, sind Politiker wie andere Führende verpflichtet,
sich persönlich an Ort und Stelle zu begeben, um Anteilnahme und
Solidarität zu zeigen. Statt nach Washington, Tel Aviv oder Warschau
zu reisen, könnte Frau Merkel Neukölln oder Friedrichshain besuchen,
um die dortigen Verhältnisse vor Augen zu bekommen. Es wäre
sinnvoller und für die öffentlichen Kassen billiger. Aber Kinder
haben keine Macht und wählen nicht, und ihre Eltern sind es anscheinend
auch nicht wert.
Was also ist zu machen? Es braucht ein deutschlandweites Gefühl der
Unzufriedenheit, um das Volk zu einigen. Deutsche Ärzte haben Monate
lang gestreikt, um einen besseren Lohn zu bekommen. Am Ende ist es ihnen
auch gelungen. Aber es ging einzig um eine bestimmte Gruppe von Menschen
und um Geld. Wie wäre es, wenn es den Deutschen gelingen würde,
mehrere Gruppen zusammenzufügen und einen allgemeinen Streik zu führen,
gegen alle unakzeptablen Verhältnisse? In Frankreich wird regelmäßig
gegen Maßnahmen, die die Bauern treffen oder gegen Änderungen
im Schulbereich gestreikt. Neulich hat ein neues Gesetz, das den Kündigungsschutz
für junge Arbeitnehmer gelockert hätte, die Franzosen aufgebracht.
Bis die französische Regierung nachgegeben hat, haben Tausende von
Menschen das ganze Land lahm gelegt.
- Angesichts der sich täglich verschlimmernden Lage nicht nur Deutschlands,
sondern der ganzen Welt;
- angesichts von Bedingungen, gegen die wir fast machtlos sind, wie Klimawandel,
Seuchen und Überbevölkerung;
aber auch angesichts von Menschen, die im Hintergrund unsichtbar und undurchsichtig
gegen eine bessere Welt wirken und für unser aller Misere sorgen
(für den internationalen Terrorismus, Hunger und Not und hoffnungslose,
von Elend geprägte Leben, für Arbeitslosigkeit und Armut am
Ende einer oft hart erarbeiteten Existenz - Bedingungen, die einfach zu
vermeiden wären), müssen die Aufgeklärten an ihren Erkenntnissen
festhalten.
Aber diese Wahrheiten, die man sich nicht auszusprechen traut in einer
heuchlerischen Gesellschaft, unter Politikern und Medienmenschen, die
sich selbst täglich anlügen, weil es ihre Karriere voran bringt,
die ihr eigenes Land verleugnen und beschädigen - dieses Wissen darf
man nicht nur in seinem Herzen erkennen. Man muss für diese Wahrheiten
kämpfen!
Sie gehören zu den aufgeklärten Menschen, die sich auch aus
Quellen abseits des "Mainstream" informieren. Es liegt also
an Ihnen, Ihre Erkenntnisse zu verbreiten. Der erste Schritt, einem anderen
Menschen die Augen zu öffnen, sollte sein, dass man ihm nahelegt,
alles was in den allgemeinen Medien erscheint, stets zu bezweifeln. Am
Anfang ist das schwierig, aber mit der Zeit und der ständigen Frage
"Wem nutzt es?" wird es zur Gewohnheit. Diese Gewohnheit, alles
in Frage zu stellen, ist viel erfolgreicher als der laute Streit. Keinem
Mensch kann man, besonders in diesen Zeiten, sein Bedürfnis nach
Unterhaltung vorwerfen. Aber wenn er "Bild" oder "Stern"
anguckt, muss er gleichzeitig zugeben, dass es nur um Unterhaltung geht.
Wenn er die Süddeutsche Zeitung oder die "Welt" liest,muss
er gleichzeitig zugeben, dass es womöglich nur um Propaganda geht.
Ständig muss er die Frage "Wem nutzt es?" im Kopf behalten.
Als ich mich in den frühen neunziger Jahren für Fortbildung
im Bereich architektonische Restauration eingesetzt habe, schien es mir
ein logischer Weg zu sein, durch nötige Handarbeit Arbeit auf Lebenszeit
zu schaffen. Ganz Mittel- und Osteuropa war und ist von bedeutungsvollen
und schönen Gebäuden gefüllt, die ständig Restauration
und Unterhaltung brauchen. Es gelang mir auch damals, Geld für ein
einmaliges neues Zentrum in der Tschechei zu finden, das gegenwärtig
gut läuft. Ich besuchte mehrmals Rumänien, besonders Siebenbürgen.
Auch Ungarn. Ich war Vorstandsmitglied des Görlitzer Zentrums und
habe dort verschiedene Projekte eingeführt. Ich war Schatzmeister
einer Stiftung für architektonische Restauration im Europa-Rat. Sehr
oft wurde ich missverstanden. Man hat mich für meine Liebe zur Kunst
gelobt, obwohl ich in erster Linie Arbeit schaffen wollte.
Es besteht noch die Möglichkeit, in Mitteldeutschland Zentren zu
erzeugen, - um jungen Menschen die vielen Fächer der Restauration
beizubringen und - um ihnen die Möglichkeit zu geben, danach als
Handarbeiter und Meister ihre schöne Heimat auf gründliche und
sichtbare Weise zu sanieren, zum wirklichen Blühen zu bringen. Es
gibt viele andere Vorteile eines solchen Programms: die Wiederbenützung
von Gebäuden, die sonst völlig zerfallen würden und, wenn
überhaupt, von ordinären Bauten ersetzt würden;
- die Gebäude selbst, die ewig Arbeit anbieten;
- Einkommensmöglichkeiten durch den Tourismus;
- der Stolz auf die eigene Heimat;
- der Verbleib von Menschen, die sonst wegziehen würden.
Dafür müssten Deutsche aber zu besseren Demokraten werden. Sie
dürften sich nicht ablenken und auseinanderdividieren lassen durch
Medien, die absichtlich die Wünsche der Regierung und von ausländischen
Auftraggebern ausführen. Wenn die Vorsitzenden der größten
deutschen Gewerkschaften sich auf einmal für alle Deutschen und nicht
nur für ihre Mitglieder einsetzen würden, für andere politische
Verhältnisse und nicht nur für Geld, wenn sie mit der Bundesregierung
Klartext sprechen und mit landesweiten Streiks drohen würden, wäre
die Lage vielleicht auf einen besseren Weg gebracht. Berlin wäre
der logische Anfangsort dafür. Aber leider müssen wahrscheinlich
noch Tausende Kinder samt ihrer Eltern obdachlos herumwandern und muss
die Kriminalität steigen, bis ein ernster Schritt in eine vernünftige
Richtung gemacht wird. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Kurzliste meiner politischen Forderungen lautet:
- Die EU verlassen.
- Steuern besonders für den Mittelstand senken.
- Keinen Pfennig öffentliches Geld außerhalb Deutschlands oder
für Zwecke, die dem deutschen Bürger nicht direkt zugute kommen,
ausgeben.
- Alle kriminellen Ausländer - mit oder ohne deutschen Pass - innerhalb
48 Stunden ausweisen.
- Auch solche Ausländer, die den Deutschen nur auf der Tasche liegen,
müssen das Land verlassen.
- Alle Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden.
- Gehälter und Ruhegehälter von Politikern zurückschrauben.
- Die Deutsche Mark wieder einführen
- Handwerker unterstützen.
- Die Umweltpolitik aus den Händen der Linken nehmen und echte Umweltpolitik
betreiben.
- Allen Umerziehungs- und Bewältigungsanstalten sowie programmen
das Geld streichen.
- Den Verfassungsschutz auflösen.
- Weg mit dem Paragraphen 130 Strafgesetzbuch. Die Bundesrepublik ist
ohne diese erst 1960 eingeführte und seitdem immer wieder verschärfte
Bestimmung sehr gut gefahren.
Werden die Deutschen die europäische Verfassung, ohne ein Wort dagegen
sagen zu dürfen, aufgebürdet bekommen und wird das Land weiter
im EU-Sumpf versinken, seine Eigenschaften verlieren? Werden weitere deutsche
Firmen von Fremden übernommen oder ins steuerbegünstigte Ausland
gehen? Wird die Deutsche Bahn privatisiert, mit den fürchterlichen
Folgen, die in Großbritannien zu beobachten sind? Werden sogar,
um das letzte staatliche Gut zu versilbern, die Autobahnen verkauft? Wird
das Land von Süden von Afrikanern und von Osten von rumänischen
"Sinti und Roma", wie die Zigeuner sich gerne romantisch nennen,
überzogen? Werden diese Zuwanderer hier landauf landab ihre erlernten
Lebensweisen ausüben können und dabei in vielen Fällen
die immer geringeren Sozialleistungen in Anspruch nehmen können?
Sie, meine lieben Deutschen, haben die Wahl.
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